• Money Management - was es bringen kann!

    Samstag, 03. September 2011 14:35:00

    Es gibt zwei wichtige Bausteine in jeder Handelsstrategie - das Risiko Management und das Money Management. Für uns der erste wichtige Baustein ist das Risiko Management - es ermöglichst uns so lange wie es nur geht, im Spiel zu bleiben. Die großen Vermögensverwalter gehen mit maximal ein Risiko von 1 Prozent pro Trade ein und schaffen es so, das Kapital zu erhalten. Viele FX Broker erzählen uns, das auch wir Anfänger mit maximal 1 Prozent Risiko in den Märkten handeln sollten und dies nicht ohne guten Grund. 99 Prozent aller neu eröffneten Forexkonten sind nach 12 Monaten auf Null! Haben Sie sich aber einmal überlegt, was diese 1 Prozent Risiko bedeuten? Zur Erinnerung - die Ihnen schon bestimmt bekannte Übersicht - wie viel Gewinn muss ich machen, um einen Verlust wieder auszugleichen und ab welcher Grenze wird es Unwahrscheinlich?!

    Verluste bis zu 25 Prozent gehören zum Tradingalltag und sind normal (leider). Was danach kommt ist schon grenzwertig, doch wer einen Verlust von mehr als 75 Prozent akzeptiert ist sehr wahrscheinlich nicht sehr klug.

    Fakt ist, dieses Höhe von ein Prozent erlaubt uns eine lange Reihe von Verlusten, ohne unser Kapital auf Null zu bringen. Angenommen wir wollen nun unseren Handel bei 50 Prozent Verlust einstellen, wie viel Verluste können wir nach einander machen - mit diesen magischen ein Prozent? 10 Trades, 20 Trades?

    Nein es sind 61 Verluste in Folge! Hätten Sie dies gedacht?! Wohl kaum. Wer also ein Prozent Risiko pro Trade eingeht hat entweder an erster Stelle den Kapitalerhalt oder eine ganz miese Tradingstrategie. Bei den großen Vermögensverwaltern gehen wir nicht von einer miesen Strategie aus, doch bei uns Einsteigern ist diese Wahrscheinlichkeit sehr hoch. Genau an dieser Stelle - wenn wir also eine gute Strategie mit einem positiven Erwartungswert haben, kommt das Money Management (MM) ins Spiel. Was kann der effektive Einsatz des MM uns bringen?

    Money Management Strategien

    Es gibt viele verschiedene Ansätze hier, doch alle gehören nur zwei Hauptgruppen an:

    1. Martingale Strategie
    2. Anti-Martingale Strategie

    Die erfolgreichsten Strategien sind in der zweiten Hauptgruppe angesiedelt und eine davon möchte ich Ihnen heute näher bringen. Das Fixed Ratio von Ryan Jones. Jones ist ein heftiger Kritiker des gesamten „Fixed-Fractional-Delta“ – Ansatzes und aller dort einzuordnenden Variationen. Seine wichtigsten Kritikpunkte lassen sich wie folgt zusammenfassen:

    Erfolgreiches Positionsmanagement muss einen Ausgleich zwischen Ertragswachstum und Risiko erzielen.Die Variationen des „Fixed-Fractional" – Ansatzes berücksichtigen aber immer nur einen der beiden Faktoren:

    • entweder wird das Risiko (Drawdown) tendenziell minimiert, mit der Folge, dass das Ertragswachstum auch nur moderat ist.
    • Im umgekehrten Fall wird das Ertragswachstum (tendenziell) maximiert und gleichzeitig wachsen auch die Drawdowns in erhebliche Größenordnungen.

    Wollen wir mit dem Fixed Fractional Ansatz eine hohe Rendite erzielen und haben dann auch noch einen guten "Lauf", dann passiert folgendes. Wir erhöhen auf Grund des Gewinnes immer mehr die Kontraktanzahl. Wie kommt das? Sagen wir mal wir haben im Monat 10 Trades und erreichen pro Trade einen durchschnittlichen Gewinn von 200 USD. Immer wenn wir 10.000 Gewinn erreicht haben, erhöhen wir unsere Kontraktanzahl um einen Kontrakt. Für einen Gewinn von 10.000 USD benötigen wir also 50 Trades, dies dauert gute 5 Monate. danach können wir mit 2 Kontrakten handeln. Jetzt haben wir schon nach der Hälfte der Zeit die 10.000 USD Gewinn erreicht und wir können auf drei Kontrakte erhöhen. So geht dies weiter. Ich habe dies ENtwicklung mal in eine Tabelle gelegt:

    Sie sehen, je mehr Kontrakte wir haben, um so weniger Zeit benötigen wir, für einen neuen Kontrakt. Was ja auch logisch ist, denn 11 Kontrakte benötigen weniger Anläufe, um einen Gewinn von 10.000 USD zu erreichen. Es kommt das, was normal ist - ein Verlust! Nur dieser Verlust wird mit einer extrem hohem Kontraktanzahl eingeleitet, das bedeutet, wir haben auch einen neuen höchten Einzelverlust erzielt. Wir wurden auf dem falschen Fuß erwischt, doch dies ist nicht ganz richtig, denn wir wissen, dass es an den Börsen nicht immer nur in eine Richtung gehen kann.

    Genau dies störte nun Jones und er hat nach einen anderen Weg gesucht.

    Der Händler erhöht auf Basis einer vorgegebenen Betrages - dem Delta die Anzahl der Kontrakte anhand einer Tabelle beziehungsweise eines im Voraus zu berechnenden Levels. Hierbei ist das Verhältnis des zusätzlich erforderlichen Gewinns bei jeder Erhöhung gleich dem Delta und entspricht damit einem auf relativer Basis konstanten Wert (Fixed Ratio). Dies hat aber folgende Auswirkung auf das System:

    Wir sehen, dieser Ansatz erhöht nur am Anfang- genau dann wenn wir es benötigen - das Risiko pro Trade und minimiert es mit steigendem Gewinnzuwachs. Wer möchte kann aber auch die Obergrenze des maximalen Risiko Festhalten.

    Wie sieht nun hier die Risiko Entwicklung pro Trade direkt aus und ab wann, habe ich bei einem Startkapital von 25.000 USD die magischen ein Prozent Risiko pro Trade erreicht?

    Als Delta haben wir 25.000 USD festgelegt, erst wenn sich das Konto verdoppelt hat, erst dann können wir den zweiten Kontrakt einsetzen. Ab 2 Mio. USD tradet dieses Depot nur noch mit einem Risiko von weniger als 1 Prozent! WIe schon gesagt, das maximale Risiko ist dabei nach oben festgelegt!

    Der Ansatz von Jones ist sehr flexibel und was noch wichtiger ist, auch sehr profitabel! In meinem MPK Coaching Programm gibt es eine Spread Trading Strategie, die über das Jahr nur 35 Trades in den schiedenen Märkten macht. Der durchschnittliche Gewinn beträgt rund 14.000 USD. Das ist nicht wenig - aber so richtig davon Leben können wir nicht. Mit dem Fixed Ratio Ansatz sind wir aber in der Lage, dieses Konto mit festen Regeln und einem maximalen Risiko, was sich nach hinten minimiert, in die Höhe zu schrauben.

    Wir starten 2012 im Januar mit 25.000 USD

    Ohne Money Management hätten wir nach 12 Monaten einein wahrscheinlichen Kontostand von 39.000 USD erreicht.

    Start

    Gewinn

    Ergebnis

    2012 - 25.000 USD

    14.000 USD

    39.000 USD

    2013 - 39.000 USD

    14.000 USD

    53.000 USD

    2014 - 53.000 USD

    14.000 USD

    67.000 USD

    Mit dem Fixed Ratio sieht es dann wie folgt aus:

    Start

    Gewinn

    Ergebnis

    2012 - 25.000 USD

    27.891 USD

    52.891 USD

    2013 - 52.891 USD

    59.765 USD

    112.656 USD

    2014 - 112.656 USD

    91.514 USD

    204.170 USD

    Die Zahlen sprechen auf eine überzeugende Weise für sich, was noch dazu kommt, dass das Risiko nach oben begrenzt wird und mit der Zeit sich minimiert. Die ganze Strategie von Jones hat zwei entscheidene Variablen:

    1. das maximale Risko pro Trade
    2. und das Delta

    Das maximale Risiko pro Trade ist auch abhängig, welche Strategie Sie verwenden wollen und wie die Kennziffern des System ausfallen. Fest steht aber - mehr als 10 Prozent Risiko sind nicht tragbar - eher die Hälfte. Das Delta ist ebenfalls vom System abhängig und zwar vom größten Einzelverlust, denn Ihre Strategie bis jetzt erreicht hat. Ryan Jones hat vorgeschlagen, diesen Einzelverlust zu verwenden. Ich bevorzuge eine noch konservativere Variante - ich verdoppelt diese Zahl und somit ist mein Delta immer doppelt so groß wie mein größer Verlust.

    Doch wie schon Larry Williams in seinen Seminaren sagt: "Jeder von uns hat ein anderes Risikobedürfnis!" - Recht hat er! Was wir aber unbedingt dazu benötigen ist eine Strategie, die nicht nur einen positiven Erwartungswert hat, sondern auch sehr stabil ist.

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!

    Mike C. Kock

    www.Mike-Kock.de

  • KW 35 / 2011 - Gold und wie nun weiter?

    Montag, 29. August 2011 17:27:00

    Dass das Gold eine große Korrektur vor sich hatte, sah man schon seit Wochen im Chart. Dann kam vor zwei Wochen auch noch das Warnsignal.

    Sie sollten es im Chart - rotes Dreieck - sehen. Nun stellt sich aber die Frage - geht es weiter nach unten? Der heutige Montag ist ja nicht gerade Bullish für Gold. Wer aber die Statistik zur Hilfe nimmt, der erkennt, dass der Montag im Gold neben dem Donnerstag ein schwacher Börsentag ist. Wirklich Bullish sind der Mittwoch und der Freitag. Von dieser Seite her, ist der heutige Verlauf keine Gefahr. Ein gutes Zeichen für eine Beendigung einer Korrektur sind aber zwei Levels - das 50% Level und das 75% Level. Silber und der S&P500 haben bis auf 75% korrigiert und Gold?

    Hier wurde zwar das 50% Level nicht exakt erreicht, doch stimmt der Verlauf mit der Saisonalität überein. Von dieser Seite haben wir nun für die nächsten Tage eher eine Seitwärtsphase und danach wieder einen Anstieg. Der Trend ist weiter intakt, doch sehr viel können wir rein Charttechnisch vom Gold nicht mehr erwarten!

    Kursziele

    Wenn ich ganz ganz kühn bin, dann hat Gold das Potential bis auf 2.250 USD, doch ab 2.145 USD wird die Luft schon verdammt dünn. Gold hat zwar jetzt seine starke saisonale Phase, doch auf der anderen Seite hat es auch schon einen sehr guten Anstieg für dieses Jahr hinter sich. Jetzt hier wieder neu Einsteigen nach den Gewinnmitnahmen sehe ich noch als zu früh an - da kommen noch bessere Tage für einen Neueinstieg!

    Doch ist Gold wirklich das beste Edelmetallinvestment aktuell? Ich sehe es an zweiter Stelle, doch oben auf der Liste ist bei mir Silber. Warum möchte ich Ihnen hier im folgenden und letzten Chart zeigen.

    Ratio Gold Silber - Saisonalität

    Der Verlauf des Gold/Silber Ratios neigt sich nach unten. Dies bedeutet, das Silber stärker im Preis anziehen sollte. Was auch für Silber spricht, es ist im Vergleich zum Gold wirklich billig und hat seine 75% Korrektur schon hinter sich. Fest steht aber auch, die Volatilität beim Silber ist durchschnittlich doppelt so hoch wie beim Gold - was gut für die Rendite ist, aber auch höhere Verluste oft bedeutet.

    Fazit: Gold und Silber haben ihre Korrekturen nun hinter sich und werden bald wieder profitable Einstiegssignale anzeigen. Bis dahin, sollten wir noch einwenig abwarten!

    Mike C. Kock

    www.Mike-Kock.de

  • KW 33/2011 - Auswertung der Top Märkte dieser Woche

    Samstag, 20. August 2011 14:27:00

    Am letzten Sonntag zeigte ich Ihnen meine Wochenvorbereitung für die KW 33. Donnerstag früh den Zwischenstand und jetzt möchte ich Ihnen das Gesamtergebnis aufzeigen.

    Was hätte es gebracht, wenn man sich professionell auf die kommende Woche vorbereitet und aus 30 verschiedenen Märkten, die besten Märkte heraus kristallisiert?

    Vom Ranging her waren es folgende Märkte:

    • Bean Oil (BO)
    • Cotton (CT)
    • S&P500
    • AUD
    • Heating Oil - (HO)
    • Coffee - (KC)
    • Wheat - (W)

    Alle diese Märkte waren Bullish. Sollten als am Freitagabend einen höheren Schlusskurs als die Eröffnung am Montag aufweisen. Ich möchte genau diesen Aspekt vergleichen, die eigentlichen Entry-Techniken aber auch Exit Techniken lasse ich weg, Wohl wissend, das ich damit zu mindest im S&P500 ein dickes Minus einfahren werde. Im MPK Coaching Programm verwenden wir jeweils eine Woche nur für Entry´s und die nächste Woche nur für die Exit´s, hier tun wir einfach mal so, als ob es dies nicht gibt. Wir wollen nur sehen, was es bringen kann, wenn man die richtigen Märkte für die neue Woche heraus findet.

    Fangen wir mit dem Bean Oil an.

    Bean Oil - BO

    Ein Gewinn von 582 USD.

    Baumwolle - Cotton - CT

    Ein Gewinn von 2.200 USD.

    S&P500

    Ein Verlust von 2.762,50 USD!

    AUD - Australischer Dollar

    Ein Gewinn von 370 USD.

    Heating Oil - HO

    Ein Gewinn von 1.230,60 USD

    Coffee - KC

    Ein Gewinn von 9.862,50 .

    Wheat - Weizen - (W)

    Ein Plus von 1.450 USD.

    Fazit

    Wenn wir nun alle diese Werte zusammen adieren, dann erhalten wir als Gesamtergebnis ein Plus von 12.932,60 USD für eine Woche "Arbeit". Das große Minus im S&P500 war am Donnerstag früh schon zu erkennen, da drehte der Markt wieder in den Short Modus. Ich hatte darauf hingewiesen - hier der Link! Was in dieser Übersicht fehlt, ist das Gold (es stand aber auch nicht auf meiner Liste), doch allein in dieser Woche hat Gold im Futures ein Gewinn von 10.920 USD erzielen können, dafür hatten wir aber den S&P500.

    Sie sehen, eine gute gründliche Vorbereitung ist gerade im Trading nicht nur sein Geld wert, es macht sogar richtig Geld! Nur werden es nicht jede Woche gleich Beträge über 12.000 USD sein, doch die Richtung haben Sie erkannt.Wenn Sie mehr über die richtige Marktauswahl erfahren wollen, dann melden Sie sich im MPK Coaching Programm jetzt an - ein Platz ist noch frei!

    Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende und eine erfolgreiche Tradingwoche!

    Mike C. Kock

    www.Mike-Kock.de

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Archiv

31.12.11 Jahresendabrechnung 2011
12.12.11 Seminarmitschnitt über den ForexBull
15.11.11 Wochenausblick KW 46 - Crude Oil, Gold, Währungen und andere Märkte
08.11.11 Der Inside Day - einfaches Entry hoher Nutzen
06.11.11 KW 45 - Wochenausblick - Was machen Gold und Silber?

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen