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Wochenausblick KW 46 - Crude Oil, Gold, Währungen und andere Märkte
Dienstag, 15. November 2011 16:23:00
Heute möchte ich Ihnen einen kurzen Überblick über die Märkte geben. Es ist so eniges passiert - das Crude Oil will die 100 USD Marke durchbrechen, Gold kämpft mit der Marke von 1.800 USD, die Getreidemärkte sind zwar Bullish, wollen aber nicht nach oben. Dazu kommen Kursrückgänge im AUD und EUR. Wird der USD wieder stärker? All diese Frage und dazu noch ein paar Märkte mehr, werde ich Ihnen jetzt näher bringen.
Dazu verwende ich meinen Wochenausblick, der aus zwei Teilen besteht - den fundamentalen und den technischen Teil. Beides zusammen ergibt ein Ausblick für die kommenden zwei Wochen.
Währungen
Der Dollar ist leicht Bullish, auch wenn dies nur der technische Teil der Analyse besagt. Fundamental Bullish sind aktuell noch der CAD und der EUR. Im AUD und im GBP haben die Commercials das Lager der Bullen verlassen. Der Schweizer Franken hält sich zwar noch, doch auch hier verlassen immer mehr Bullen das vertraute Heim und wechseln auf die andere Seite rüber. Für mich ist der AUD zur Zeit die schwächste Währung, gefolgt vom EUR und dem CHF. Stabil dagegen sind der CAD, das JPY und der USD. Doch was hat dies schon zu sagen - eine Meldung reicht aus, um die Märkte in Panik zu versetzen. Es gibt bessere Märkte mit kleineren Risiken als die Währungen.
Getreidemärkte
Fakt ist eines - die Commercials sind in allen diesen 5 Märkten Bullish. Dabei stehen ganz oben das Bean Oil, das Soy Meal und der Weizen. Aktuell haben aber die Trendtreiber und dies sind die Fonds das Sagen und somit werden die Preise weiter nach unten gedrückt. Es wird jetzt überall das letzte Tief noch einmal getestet werden, danach sollte der Weg nach oben frei sein!
Softs - Cocoa, Coffee, Sugar und Orange Juice
Cocoa ist ganz klar mein Favorit, auch wenn es die Preise noch nicht anzeigen, hier werden wir bald bedeutend höhere Preise sehen. Im Zucker hat sich der Markt wieder beruhigt, das ist auch gut so. Nun sollten auch hier wieder die Kurse nach oben drehen. Das erwarte ich aber nicht im Orangen Juice. Die Saftparty ist erst einmal vorbei, es ist klüger sich nach einer guten Tasse Kaffee umzusehen! Der Markt ist seit Wochen bullish und Kaffee ist noch zu billig!
Gold, Silber, Crude Oil und Heizoil
Crude Oil Bullish - setzen SIe bitte nicht auf dieses Pferd. In diesem Markt sind die Insider Bearish und nur die Fonds treiben noch die Kurse nach oben! Das Gleiche gilt auch für das Heizoil, trotz Winter den wir jetzt haben. Die Lager sollten schon lange voll sein und das Wetter sich wieder beruhigen. Vergessen wir nicht - laut unseren Politikern haben wir eine Klimaerwärmung! Wir können uns darüber nun aktiv darüber austauschen ob oder ob nicht. Fakt ist auch - hier in der Schweiz wird der Schnee aktuell real stark vermisst und ich rede hier mal nicht vom Flachland Zürich! Ich sehe bei beiden Energiemärkten fallende Kurse für die nächsten Wochen und keine neuen Rekordhöhen.
Gold und Silber
Das sind beides Märkte, wo die Insider Bullish sind. Erstaunlicherweise aber eindeutig im Silber und nicht im Gold! Doch dies spiegeln nicht die Chartverläufe wieder. Gold ist auf den Weg nach oben und Silber kämpft mit einem starken Widerstand. Hier ist der Weg erst frei ab Kurse oberhalb von 36 USD! Für mich ist Silber der bessere Markt, auch wenn zu Weihnachten eher die Goldbarren und Münzen gekauft werden.
Zum Ende möchte ich Ihnen die gesamte Übersicht zeigen.Vielleicht ist Ihr Markt mit dabei!
Für alle die sich fragen, was ist den die Maximalpunktzahl hier die Antwort. Es können maximal nur 9 Punkte vergeben werden. Damit sind Wheat und das Soy Meal die beiden Top Anwärter für einen starken Trendwechsel. Bearish sind das Crude Oil und das Heizoil aber auch die Fleischmärkte sind aktuell nicht gefragt!
Wenn Sie Fragen haben - senden Sie mir einfach eine eMail! Lassen Sie es sich gut gehen und gutes Trading!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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Der Inside Day - einfaches Entry hoher Nutzen
Dienstag, 08. November 2011 18:32:00
Heute möchte ich Ihnen einmal nicht eine Marktanalyse von mir zeigen, sondern eine von mir bevorzugte Entry Technik und ein Bestandteil meines MPK Coaching Programmes. Diese technik ist nicht neu und Sie kennen diese bestimmt vom Namen her schon, doch nicht viele verwenden diese Pattern Formation. Es ist der Inside Day Pattern.
Definition:
Ein Inside Day besteht in einem Candlestick Chart aus 2 Kerzen. Die Preisspanne der zweiten Kerze muss sich dabei komplett innerhalb der Preisgrenzen der ersten Kerze befinden.
Da Bilder mehr sagen als Worte - hier der erste Chart dazu:
Inside Day
Alle roten Bars sind der eigentlich Inside Day, welcher vom einem größeren Bar davor "umhüllt" werden. Normal wird diese Patternformation als Pattsituation oder einer Marktunsicherheit interpretiert. Wir können wir nun von dieser Situation profitieren? Das ist doch die wichtigste Frage für uns - oder?!
Als erstes möchte ich einen Trend in den Chart "einzeichnen"
Inside Day mit Trendkomponente
Alle roten Bars die oberhalb der grünen Linie liegen, sind für uns Chancen für einen Longeinstieg. Diese Bars haben auch das blaue Dreieck unterhalb des Bars. Für einen möglichen Shorteinstieg sehen Sie das rote Dreieck oberhalb des Bars.
Soweit so gut, doch ist diese überall anzutreffende Pattern Formation wirklich so profitabel? Die nächsten zwei Grafiken zeigen den Verlauf für eine Long oder für eine Shortposition an.
Inside Day - Long Entry
Wenn wir nach einem Inside Day am nächsten Tag einfach long einsteigen und über eine Dauer von verschiedenen Tagen halten, dann erhalten wir folgendes Ergebnis:
Bei einer Longposition sind in einem Zeitfenster von 10 Tagen alle Tage profitabel. Die Trefferquote erhöht sich mit dem Nettoprofit ab dem 5. Tag. Das ist so, wie von uns erwartet. Sehen wir uns das Shortentry an.
Inside Day - Short Entry
Hier sehen wir eine etwas andere Aussage - nur die ersten drei Tage sind wirklich profitabel bei einem Short Inside Day.
Wenn wir uns also nur dieses einfache Entry in beiden möglichen Richtungen ansehen, dann erkennen wir, dass der Inside Day eine wirklich profitable Pattern Formation darstellt. Natürlich hat jeder Markt seine Besonderheiten und immer noch ergibt sich eine zu hohe Verlustquote. Um diese weiter zu verringern, möchte ich Ihnen eine etwas andere Entry Technik zeigen.
Long Entry
Hier ist es wichtig, dass das Tageshoch vom Vortag durchbrochen wird und erst dann wird die Position eröffnet. Der zweite Punkt ist, die Pattern Formation ist nur maximal zwei Tage gültig! Sehen wir uns dies im Chart genauer an.
Wir haben im Chart vier rote Balken mit einem blauen Dreieck. Das erste mögliche Entry bei 1,2408 erfolgte nicht, doch dafür das zweite mögliche Entry bei 1,2305. Auch der dritte Inside Day war sehr profitabel. Doch vergessen wir nicht, länger als 10 Tage sollte wir diese Position nicht halten aber auch nicht weniger als vier Tage.
Short Entry
Die Vorgehensweise ist im Short Inside Day genau entgegengesetzt und auch die Dauer des Trades ist auf maximal drei Tage beschränkt. Die ersten drei Inside Days waren nicht optimal, doch die nächsten drei Gelegenheiten für einen Shorteinstieg waren sehr profitabel.
Viel gibt es zu dieser Technik nicht mehr zu sagen. Sie erhöhen Ihre Trefferquote noch um einiges mehr, wenn Sie folgende zwei Faktoren mit dazu fügen:
- die Saisonalität
- die Positionen der Marktteilnehmer aus dem COT Report
Wenn Sie Fragen haben, ich freue mich, diese Ihnen zu beantworten.
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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KW 45 - Wochenausblick - Was machen Gold und Silber?
Sonntag, 06. November 2011 14:57:00
Die letzten Wochen waren wohl alles andere als nur überraschend! Griechenland besinnt sich auf Demokratie und bringt damit den Euro in arge Not. Wer will schon eine Volksabstimmung in der EU? Offensichtlich keine gewählten Politiker. Kein Wunder, es steht auch zu viel auf dem Spiel für die Bankenvertreter - ups, ich meinte für die Volksvertreter. In der schweizer Tageszeitung - 20.Min - wurde diese Woche dazu eine passende Übersicht gezeigt, welche Banken NICHT kollapieren dürfen. Sie würden damit einen weltweiten Kollaps auslösen. Für uns hier die Übersicht - Gelb = Deutschland und Grün = Frankreich:
Deutschland ist nur mit zwei Banken vertreten und Frankreich hat gleich fünf Eisen im Feuer. Kein Wunder also, wenn beide Nationen etwas sensibel auf Demokratiebewegungen eines anderen Volkes reagieren. Hier geht es um mehr, denn gehen diese Banken pleite, dann haben wir einen Neuanfang, um es mal positiv auszudrücken. Dass die deutsche Commerzbank mit dem Rücken an der Wand und mit dem Gesicht vor dem Abgrund steht, ist sehr vielen bekannt und ein Kursverlust von über 90 Prozent seit 2007 sagt alles. Wie es bei den anderen Banken aussieht, das können wir nur vermuten und das Papier geduldig ist, sehen wir ja bei dem plötzlichen Fund von 55,5 Mrd. Euro bei der Bad Bank Hypo Real Estate.
Dann hatten wir noch in der letzten Woche eine Zinssenkung der EZB - keiner hatte damit gerechnet, doch offenbar war dies die Reaktion auf Griechenlands Demokratieanwandlung. Es musste unbedingt billiges Geld ins Bankensystem gepumpt werden. Jetzt zählt jede Liquidität. Kurz - die Aussichten sind nicht so rosig und waren es auch nicht unbedingt vorher. Von der notwendigen Sicherheit und dem dazugehörigen Vertrauen sind wir weit entfernt. Selbst die kurzen Nachrichten vom G20 Treffen sind nicht besonders ermutigend. Diese Unsicherheit oder auch dieses Chaos spiegelt sich an den Märkten wieder. Sehen wir uns mal die Gewinner und Verlieren für dieses Jahr an:
Die Aktienmärkte sind klar die Verlierer 2011, dazu kommen aber auch extrem viele Rohstoffe wie Zucker, Natural Gas oder Sojabohnen hinzu. Es geht eigentlich schneller, die eigentlichen Gewinner auf zu zählen. Das sind die Zinsmärkte, das Heizöl und Gold und Silber!
Dass das Silber wieder gut im Gewinn liegt, wer hätte dies nach dem Silbercrash gedacht und doch ist es so. Bei den Währungen ist der Euro trotz oder gerade der weltweiten Unruhe immer noch recht stark. Wir dürfen nicht vergessen, die westliche Welt basiert auf das gleiche Systen und damit hat der Investor die Auswahl zwischen Elend und Armut - USD, JPY oder EUR. Alle Rohstoffwährungen lasse ich mal weg. So wird krampfhaft nach Alternativen gesucht - aber nicht gefunden. An den Märkten zeigt sich dies durch eine extreme Volatilität.
Um so wichtiger wird es - sich nicht nur auf die Technische Analyse zu stützen, sondern auch auf die fundamentalen Daten. Nur wenn der fundamentale Ausblick mit der Saisonalität übereinstimmt, erst dann kann die Technische Analyse das Entry suchen. Für mich ist immer das Wochenende die Zeit, wo ich meinen Wochenausblick für die kommende Woche anfertige. Sehen wir uns diesen Ausblick für die kommende Woche an.
Wochenausblick - KW 45 / 2011
Diese Tabelle basiert auf fundamentale Faktoren und zusammen mit dem technischen Zustand der Märkte erreiche ich eine für mich gute Vorhersage. In den nächsten fünf Tagen sehe ich mir überwiegend auf der Kaufseite folgende Märkte an:
Bean Oil, CAD, EUR, Silber, Soybeans, Soybean meal und Weizen. Bearish dagegen sind eigentlich nur die Fleischmärkte mit den Lean Hoogs und des Live Cattles. In all diesen Märkten werden jetzt zu der erwarteten Ausrichtung das passende Entry gesucht. Das klappt nicht immer, doch wie dies funktionieren kann, möchte ich an vier Beispielen zeigen. Fangen wir bei zwei Getreideprodukten an - dem Weizen und dem Sojamehl. Beide sind auch in der kommenden Woche Bullish.
Die blaue Linie zeigt den Kursverlauf, die grünen Balken das fundamentale Umfeld und die roten Punkte die Veränderungen. Wir haben hier immer einen Vorlauf von 5 Tagen und die roten Punkte geben uns sehr oft und rechtzeitig die neue Marktrichtung an. In beiden Märkten haben wir eine bullishe Basis, seit Wochen stehen diese Märkte bei den Commercials auf den Kaudzettel. In beiden Märkten scheint auch der Boden gefunden zu sein und es ist nur noch eine Frage der Zeit, dass die Kurse nach oben gehen. Dabei ist die Situation im Weizen stärker einzuschätzen als bei Soy Meal.
Sehen wir uns jetzt Gold und Silber an - Fundamental ist nur Silber wirklich für uns interessant.
Auch hier hat der Wochenausblick gute Arbeit geleistet, die Wendepunkte in beiden Märkten wurden gut und rechtzeitig erkannt. Damit haben wir auch hier eine abgeschlossene Bodenbildung. Ich rechne mit keinen weiteren negativen Überraschungen beim Gold und Silber. Sollte aber jetzt die Bundesbank dazu gebracht werden, ihre Goldreserven zu verkaufen, dann haben wir natürlich sofort ein anderes Marktumfeld. Aktuell sind aber die Notenbank Käufer im Goldmarkt und nicht Verkäufer. Das sollte etwas beruhigen. Sehen wir uns die beiden Märkte genauer an.
Silber
Die grünen Punkte und das grüne G sind günstige Einstigespunkte beim Silber - die roten Bars überhitzte Marktsituationen. Was wir damit erkennen? Das Silber hat vor 5 Wochen sein letztes Kaufsignal erhalten und nach einer Überhitzung sieht es nicht aus. Rein von der Saisonalität sollte es jetzt bis Mitte Febraur 2012 nach oben gehen. Auch im nächsten Chart - wo ich nur die Saisonalität betrachte - erkennen wir die bullishe Phase.
Blaue Linie = aktueller Kursverlauf, Rote Linie = bearishe Saisonalität, Grüne Linie = bullishe Saisonalität, Schwarze Linie = durchschnittlicher Verlauf der Saisonalität
Noch geht es etwas seitwärts im Silbermarkt, doch wenn es nicht nach unten geht und damit das Jahr wieder negativ wird, dann haben wir bald eine starke saisonale Phase im Silber vor uns. Rutscht Silber ins Minus, dann erwarte ich maximal eine Seitwärtsbewegung, doch dagegen sprechen klar die Positionen der Commercials im Silber. Silber ist für die Insider ein klarer Kauf - also auch für uns!
Gold
Auch das Gold ist auf dem Weg nach oben, doch es wird schwer, Kurse oberhalb der Marke von 1828 USD zu erreichen. Die Marke von 2000 USD steht auch für das kommende Jahr auf der Zielliste und nicht früher. Gold hat bis Mitte Januar eine starke Phase.
Gold ist klar in einem Bullenmarkt und wird es auch bleiben. Wie im Silber haben wir auch hier eine klare Jahresendrally vor uns.
Was ist aber nun der Favorit für mich? Um diese Frage zu beantworten, sehen wir uns den folgenden Chart an. Er zeigt das Ratio zwischen Gold und Silber mit dem saisonalen Verlauf für die kommenden Tage.
Ratio Gold und Silber
Die rote Linie zeigt uns den saisonalen Verlauf an. Geht es nach unten, dann ist Silber stärker als das Gold und so eine Phase haben wir bald vor uns. Das Zeitfenster liegt Mitte Dezember 2011 bis Mitte Januar 2012. Spätestens am März 2012 ist dann Gold wieder das bessere Zugpferd bei diesen beiden Metallen.
Das war es für heute mit dem kleinen Wochenausblick. Ich wünsche Ihnen alle eine erfolgreiche Woche!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de


