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Gold - wo steht es am Ende diesen Jahres? Wo liegen die meisten Widerstände für den goldigen Aufstieg?!
Donnerstag, 04. Juni 2009 08:17:00
Im Monat Mai bewegte sich der Goldmarkt um ungefähr 100$ höher. Wegen dieser großen Bewegung innerhalb eines Monats, könnte man annehmen, dass eine Konsolidierung für die nächsten Tage zu erwarten ist oder der Durchbruch durch die 1.000er Marke!
Die schlechten Wirtschaftsnachrichten und der schwache US Dollar haben das Gold zu diesem Gewinn geführt. Bleiben die Wirtschaftszahlen auch diesen Freitag so schwach, dann könnte Gold noch höher steigen. Ein anderer interessanter Punkt - die chinesische Regierung versucht offensichtlich, ihren Status als der fünft größte Halter von Goldreserven zu verbessern, und wird wahrscheinlich ihre Goldreserven weiter aufstocken. Ende 2002 hatte China noch 600 Tonnen, nach 454 Tonnen Zukäufen sind es jetzt 1.054 Tonnen.
Die aktuelle Aktien-Korrektur kann dazu führen, dass das Gold über dem magischen Marke von 1.000 US$ kommt. Ein wichtiges Datum ist auch der Optionsverfall am 19. Juni. Doch eines steht fest, um weiter steigen zu können, muss Gold die 1.000er Marke brechen! Falls es dieses tut, wie weit kann es dann steigen?
Als Kursprognose verwende ich dafür die Dezember 09 Gold Optionen von der NYMEX. Der Grund ist einfach – rund 80 Prozent aller gekauften Optionen verfallen wertlos! Dies bedeutet also im Umkehrschluss, dass die Gewinner die Verkäufer oder Stillhalter dieser Optionen sind. Wie sieht das Verhältnis zwischen Put und Call aus? Im folgenden Chart sehen Sie rot eingezeichnet das Open Interest der Put Optionen und als blaue Linie die Call Optionen.
Die grünen Pfeile zeigen die Preismarken für das Goldes an. 66.641 Put-Optionen stehen 145.440 Call-Optionen gegenüber. Der Markt ist bullish! Nach unten findet er in der Zone um die 750 bis 800 US $ die meiste Unterstützung – der folgende Chart zeigt sehr gut die Put – Positionen an.
Nach oben ist der Weg aber auch nicht frei, wie wir es auf dem folgendem Chart sehen können.
An der 1.000er Marke stehen über 20.000 Call-Optionen und im Bereich zwischen 1.400 und 1.500 fast 30.000 Call-Optionen! Das ist eine geballte Macht und die Optionsinhaber gehen von einem WERTLOSEN Verfall der Optionen aus!
Einer der wichtigsten Gründe für den Verfall ist die Volatilität! Optionen werden immer dann erfolgreich geschrieben, wenn die Vola sehr hoch ist. Hohe Vola gleich höheres Risiko. Der Optionsverkäufer erhält in dieser Phase eine höher Prämieneinnahme vom Käufer der Option. Was nun passieren kann ist folgendes, obwohl Gold zum Beispiel die 1000er Marke durchbricht, kommt die Option nicht ins Geld und verfällt wertlos. Grund dafür ist die gesunkene Volatilität und der Zeitwertverfall innerhalb der letzten drei Monate kommt noch dazu.
Wie können wir nun mit einfachen Mitteln erfahren, ob die Volatilität hoch oder gering ist? Sie kennen bestimmt das Bollingerband? Die Idee dahinter ist, dass die Kurse immer wieder zu ihrem Mittelwert zurück kommen. Da bei einer Normalverteilung – welche es aber an den Märkten NICHT gibt – sich ca. 96 Prozent aller Kurse innerhalb der 2fachen Standardabweichung aufhalten, können wir mit dem Bollingerband dies leicht überprüfen. Gleichzeitig habe ich die Volatilität unten als Indikator mit eingezeichnet.
Was wir sofort erkennen, wir befinden uns am oberen Bollingerband, was exakt die 1000 US Dollar Marke darstellt. Die Volatilität unten sagt uns erst einmal nicht so viel. Doch wenn wir deren absolute Spitzen mit dem Goldchart vergleichen, dann sehen wir einen direkten Zusammenhang zwischen zu hoher Volatilität und Fehlausbrüchen! Aktuell sind wir wieder an so einem historischen Niveau – es ist also Vorsicht angesagt.
Gute Trendausbrüche kennzeichnen sich durch einen geringen Abstand der Bollingerbänder an. Sie erkennen dies im Chart an den zwei gelben Kästen, dort waren die Ausbrüche mehr als erfolgreich!
Unser erstes Fazit bis hier: Es ist recht unwahrscheinlich, das Gold ohne große Probleme die 1.000er Marke durchbricht. Vermutlich wird es erst eine längere Phase der „Ruhe“ geben. Wenn Sie jetzt in diesem Markt investieren wollen, dann als Stillhalter!
Wie geht es nun weiter? Bei diesem Marktumfeld redet jeder nur nach vom Gold. In Frankfurt wurde sogar am Flughafen ein Automat aufgestellt, wo jeder Goldbarren kaufen konnte. Sprich – der Hype ist zur Zeit sehr hoch wie wir es an den oberen Charts erkennen konnten.
Kommen wir zum nächsten Indiz dafür, dass Gold noch nicht sofort steigen wird. Eine der besten Analysemethoden an den Futuresmärkten ist die Auswertung des COT Reports. Hier haben Sie die Möglichkeit, alle Positionen aller Marktteilnehmer zu erfahren. Wenn Sie nun davon ausgehen, dass die Commercials – die wahren Insider der Märkte – am Besten einschätzen können, wie sich der Markt entwickeln wird, dann haben Sie alle notwendigen Fakten dafür parat.
Ich verwende für den großen Überblick immer den COT Commercials Index der letzten 5 Jahre. Lassen wir den Chart sprechen, dann erkennen Sie es leichter! Unten die blaue Linie stellt den COT Commercials Index dar. Er besagt, wenn er größer als 50 ist, dann überwiegen die Bullen am Markt und nur dies interessiert mich.
Wir haben vier Situationen, wo der Index eine markante Größe erreicht hat und in allen Fällen zeigt der Goldchart sehr günstige Einstiege an. Nur aktuell sind wir von einem solchen Einstieg weit entfernt. Was noch hinzu kommt, Gold unterliegt wie jeder Rohstoff auch saisonale Einfussfaktoren. Erst ab August zeigt die Saisonalität wieder nach oben! Wenn wir also jetzt nicht einsteigen sollten, wann dann?!
Der folgende Chart fasst nun noch einmal alle wichtigen Optionsmarken im Goldmarkt zusammen. Es ist wichtig, dass Sie auf die untere Hälfte des Charts sehen, also auf Kurse unter 1.000 US$. Dort befinden sich die Put-Optionen und diese zeigen sehr schöne Levels für uns zum Einstieg oder für den Wiedereinstieg in den Goldmarkt an. Zwischen 700 und 750 US$ pro Unze befinden sich die meisten Put-Optionen!
Auf diesem Niveau hat auch das Gold ein Tief ausgebildet. Nun ist es fast ganz Unwahrscheinlich, das Gold bis auf 700 wieder zurück geht, uns persönlich anruft und wir ohne Hektik und Stress in diesem Markt einsteigen können. Viel mehr müssen wir uns jetzt entscheiden, welche Strategie wir fahren wollen.
Folgende Fakten haben wir:
- Bollingerbänder sind sehr weit auseinander – schlecht für einen erfolgreichen Ausbruch
- Volatilität befindet sich auf einer markanten Höhe – Kurse könnten nach wieder unten fallen
- der COT Commercials Index signalisiert keine bullishe Meinung der Insider an
Strategievorschlag:
Gold wird mindestens bis zur Mittellinie des Bollingerbandes fallen, diese befindet sich aktuell bei 860 US$. Ab hier können wir langsam einsteigen. Luft nach unten ist aber noch bis 725 US$! Da die großen Widerstandsmarken durch die Optionslevel gekennzeichnet sind, bieten sich folgende Zonen für eine Gewinnmitnahme an: 1.000 - 1.200 – 1.400 – 2.000 und 2.500
Verwenden Sie für Investment ETF´s oder den Futures. Optionen eignen sich in der aktuellen Situation nur als Stillhalter!
Sollten die Kurse UNTER 700 US$ fallen – vergessen Sie diese Analyse und bewerten die Situation wieder neu.
Wenn Sie keine Ruhe haben, weil das Gold sofort die 1.000er Marke durchbricht - und Sie möchten diesen Anstieg teilweise noch mitmachen, auch kein Problem, wenn Ihr Risiko stimmt. Ein Verlust von 15 Prozent holen Sie so schnell nicht wieder am Goldmarkt auf. Dazu benötigen Sie zwei Jahre.
Die Kursziele für dieses Jahr liegen für mich maximal bei 1.500 US$. Sollten aber diese noch bis September geschafft werden, dann winken in der Tat die 2.000er Marke!
Viel Erfolg!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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Rohstoff - Ticker - USDA Bericht - Corn und Sojabohnen - News zu Kaffee und Live Cattle
Mittwoch, 03. Juni 2009 12:40:00
USDA Crop Progess Report – 2.6.2009
Corn
Bis zum 24. Mai 09 waren gerade mal 82 Prozent der Aussaat im Boden. Dieser Rückstand wurde etwas eingeholt. Aktuell sind 93 Prozent geschafft. Doch die Zeit ist knapp. Letztes Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt 94 Prozent. Der Durchschnitt der Jahre 2004 - 2008 liegt bei 97 Prozent.
Das klingt vielleicht nicht viel, doch es sind fast 6 Millionen Acres, welche nicht bewirtschaftet wurden. Doch somit verringert sich nicht der Druck auf die Märkte. Der niedrige US Dollar kurbelt die Verkaufe der Lagerbestände weiter an. Dazu kommt nun auch ein steigender Rohölpreis, womit die Bioethanolgewinnung wieder attraktiver wird.
Sojabohnen
Bis zum 24. Mai 09 waren gerade mal 48 Prozent der Aussaat im Boden. Dieser Rückstand wurde etwas eingeholt. Aktuell sind 66 Prozent geschafft. Zeit für den Rest bleibt noch maximal bis zum 20 Juni. Letztes Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt schon 67 Prozent. Der Durchschnitt der Jahre 2004 - 2008 liegt bei 79 Prozent. Es sieht zwar knapp aus, doch auch nicht gerade ein Grund in einer Kaufpanik zu fallen.
Doch der Sojabohnenmarkt ist über verkauft und wird nach unten korrigieren. Die Unsicherheit über die künftige Ernte ist noch sehr groß. Die Preise der alten Ernte werden lediglich durch die hohe aktuelle Nachfrage gesteuert. China ist zur Zeit der Top Einkäufer am Weltmarkt. Für die neue Ernte dagegen spielen zwei Faktoren eine Rolle – die Nachfrage und das Angebot. Der letztere Punkt kann erst in den nächsten Wochen klarer werden.
Soyamehl: Steigende Verbrauchserwartungen für 2009/ 2010 (allein China +4%, restl. Welt +3%) sowie eine abnehmende Verfügbarkeit der Soyabohnen-Mahlung "crush" lassen den Preis von 326.5 Dollar/Tonne um +20.18% auf 392.4 Dollar/Tonne ansteigen.
NEWS
Kaffee: Die internationale Kaffee-Organisation (ICO) reduziert die Ernteerwartung 2008/2009 von 133.4 Mio. Säcke auf 127.0 Mio. Säcke und erwartet den Verbrauch für 2009 bei 129.6 Mio. Säcke, was den Preis von 115.65 cents/lbs um 20.06% auf 138.85 cents/lbs nach oben treibt.
Lebende Rinder: Eine um -4.5% tiefere Fleischproduktion gegenüber Vorjahr lässt den Preis von 82.05 cents/lbs um +2.62% auf 84.20 cents/lbs ansteigen.
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Yen-Daytrader schließen ihre Shortpositionen – Dollarindex fällt Jahrestief – Europas Arbeitslosenquote steigt auf 9.1 Prozent – Machtkampf USA China - Währungsanalyse - COT Report KW 23
Dienstag, 02. Juni 2009 12:26:00
Marktgerüchte – Marktfakten Der Dollarindex fällt auf ein Jahrestief – 78.586! Dies sind rund 12 Prozent von seinem Jahreshoch im März. Gewinner dieser Dollarschwäche sind klar die Rohstoffe, wo die Preise deutlich angezogen haben. Europas Arbeitslosenquote stieg im April auf 9,1 Prozent. Im Vormonat lag diese noch bei 8,9 Prozent. Langsam gerät die EZB unter Druck, um die Wirtschaft wieder anzukurbeln müssen bessere Maßnahmen ergriffen werden. Ob dies nur mit einer weiteren Zinssenkung zu be...
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