FOREX
Donnerstag, 22. April 2010 08:08:00
Die Börse in Tokio hat heute deutliche Verluste verzeichnet. Sie gab ihre am Vortag erzielten Zuwächse wieder ab. Der Nikkei-Index lag zum Ende des Vormittagshandels bei 10.881 Zählern, einem Minus von 1,88 Prozent. Der breiter gefasste Topix-Index notierte 1,59 Prozent niedriger bei 971 Zählern. Auslöser war die Chip- und andere Technologiewerte, welche mit einem Minus den Handel beendeten.
EURO
Der Euro wurde in Tokio mit 1,3388 Dollar bewertet nach 1,3392 im späten New Yorker Handel. Die Händler machten die Sorgen über die Finanzkrise Griechenlands für die anhaltende Euro-Schwäche verantwortlich.Im mehr Analysten bezweifeln, ob Griechenland auf lange Sicht überhaupt eine nachhaltige Konsolidierung seiner Finanzen erreichen kann.
Neuerliche Streiks tragen aus der Sicht der Devisenhändler nicht zu einer Beruhigung der Lage bei. Für heute kündigten zehntausende griechische Staatsbedienstete Proteste gegen das geplante Sparprogramm der Regierung an. Zudem planen Ärzte, Krankenschwestern, Lehrer und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes einen Demonstrationszug vor das Parlament. Schon zum vierten Mal streikt der öffentliche Dienst gegen die massiven Sparmaßnahmen der Regierung. Doch die Regierung will weiter an ihrem Programm festhalten und dies bedeutet unter anderem - Lohnkürzungen, Rentenerhöhungsstopp und Steuererhöhung.
Heute kommen auch aus der Eurozone wichtige wirtschaftliche Eckdaten heraus.
Von 9.30 Uhr bis 10.00 Uhr wird es hitzig werden im Euro. Danach haben wir etwas Ruhe und erst heute Nachmittag veröffentlicht die USA ihre neuen Fakten.
Arbeitslosenzahlen, Inflationskennziffern und Hausverkäufe - auch spannend. ich selber werde da aber schon unterwegs zur Invest2010 in Stuttgart sein.
Der Tag kann durchaus spannend werden für den Euro!
DAX
Die Vorgaben aus Japan waren nicht ermutigend - ansonsten ist die reine Pattersituation sogar Bullish für den DAX! Da wird eine Kursspanne zwischen 6.236 und 6.313 Pukten erwartet. Das sieht nicht so schlecht aus und auch die Eintritsswahrscheinlichkeit liegt mit 66 Prozent nicht all zu tief.
So wird es heute wohl erst einmal nach unten gehen - die 6.200 Marke testen und dann vom Tief mit viel Glück wieder nach oben drehen. Normal wäre heute eine Kursspanne von rund 83 Punkten, demzufolge ist die magische Höhe von 6.300 Punkten knapp möglich!
Lassen wir uns überraschen!
Crude Oil
Nein - der Blick täuscht nicht, da hat sich nicht so viel verändert. Die neuen Zahlen der Lagerbestände sind höher ausgefallen als die Analysten es noch schätzten. Doch ich nehme an, da war noch nicht die Flugsperre dabei. So haben diese Werte nicht wirklich eine Aussagekraft.
Das erste Ziel wären heute die 85 USD, dann kommt es auf das Umfeld an - stimmen die Zahlen aus den USA positiv, dann geht es weiter nach oben, kommt dazu auch noch Ruhe in den Euro, dann haben wir auch die obere Begrenzung im Visier für heute. Sie merken es schon - alles Konjunktiv!
Gold
Positiv für Gold - die Schmucknachfrage in Indien ist wieder leicht nach oben gegangen. Doch noch vo kurzen stand diese Meldung im Focus:
"Die indische Regierung hat am Freitag die Importzölle auf Gold, Silber und Platin erhöht. Auf Gold müssen nun 300 Rupien (6,5 USD) je 10 Gramm bezahlt werden, nach 200 Rupien zuvor. Dies entspricht gut 20 USD je Feinunze, um die der Goldpreis zusätzlich fallen muss, damit die höheren Importzölle kompensiert werden.
Dies dürfte einer Erholung der indischen Goldimporte in diesem Jahr entgegenstehen, nachdem das Land 2009 bereits „nur“ rund 340 Tonnen eingeführt hat, ein Rückgang um 19% gegenüber Vorjahr.
Die relativ hohen Importe im Januar von 34 Tonnen und die laut Einschätzung der Bombay Bullion Association erwarteten 30-35 Tonnen im Februar dürften daher im weiteren Jahresverlauf merklich nachlassen."
Offensichtlich haben sich die Inder davon nun erholt und fangen wieder mit den Einkäufen an.
Dass die Kriese und damit die erhöhte Nachfrage nach Gold immer noch nicht vorbei ist - zeigen diese folgenden News aus den letzten Tagen.
9. April 2010
USA:
– Ben Bernake, Notenbankchef, gibt keine Entwarnung für die US-Wirtschaft: »Wir sind bei Weitem noch nicht über den Berg.«
– In den vergangenen vier Wochen meldeten sich 450.250 Amerikaner arbeitslos. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen liegt jetzt bei mehr als 40 Prozent – Rekord! (9)
12. April 2010
Weltweit:
– Mit zwölf Prozent vom gesamten Emissionsvolumen der Unternehmen ist der Anteil der sogenannten »Junkbonds« so hoch wie nie zuvor. In den USA machen dieRamschanleihen einen Anteil von 22 Prozent aus.
Japan:
– »Die Zahl der Haushalte mit mittlerem Einkommen ist deutlich kleiner geworden«, sagt Hideo Kumano vom Daiichi Life Reserarch Institute.
USA:
– Die Beach First National Bank ist das 42. Finanzinstitut, das die US-Behörden in diesem Jahr schließen mussten. (10)
(9) Quelle für den Abschnitt: Handelsblatt vom 09.04.2010
(10) Quelle für den Abschnitt: Handelsblatt vom 12.04.2010
Quelle für alles: Kopp Verlag
Mit diesem "guten" Bauchgefühl wollen wir mal diesen Tag angehen - viel Erfolg!
Mike C. Kock
für FXCM Research
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