FOREX Wochenausblick - COT Report - 2 Top Währungspaare - KW 34
Montag, 17. August 2009 11:12:00
150 US-Banken stehen vor dem Abgrund 77 sind schon einen Schritt weiter!
Diese Fakten sind gerade über das Wochenende zu uns nach Europa gekommen – der US Finanzwelt geht es weiterhin sehr schlecht!
Die Finanzkrise in den USA geht weiter – nun ist es zur größten Bankenpleite dieses Jahres gekommen. Wie der US-Einlagensicherungsfonds FDIC mitteilte, musste nun die Colonial Bank mit Sitz in Montgomery im US-Bundesstaat Alabama ihre Türen schließen.
Viele Branchenexperten hatten schon 2008 gewarnt, dass in den kommenden Jahren bis zu 1.000 US-Banken aufgeben könnten. Aktuell sind 150 akut bedroht! Sie verfügen über faule Kredite in Höhe von fünf Prozent ihrer Bestände. Dieses Level reicht aus, um ihr Eigenkapital so stark zu dezimieren, dass das weitere Bestehen der Bank bedroht ist.
Gefahr gibt es aber bereits ab einem Niveau von drei Prozent fauler Kredite und dies ist sogar bei knapp 300 US-Banken der Fall. Nur bei der 5-Prozent-Schwelle liegt es den Regulierungsbehörden nahe, die Kreditgeber als unsicher einzustufen und einen instabilen Zustand zu attestieren, wie Bloomberg berichtete.
Da die Arbeitslosenzahlen sich in den USA auf Rekordhoch befinden, drohen weitere Kreditausfälle. Allein im September diesen Jahres werden bei 500.000 Arbeitslosen die Zahlungen eingestellt und bis zum Ende des Jahres 2009 liegt diese Zahl bei über einer Million Menschen! Weitere Kreditausfälle ist daher eine logische Schlussfolgerung. Der folgende Chart zeigt die Entwicklung der US Arbeitslosen seit Juli 2007 an.
Eine leichte Erholung auf hohem Niveau können wir erkennen, doch der Druck für weitere Kreditausfälle hat sich nicht minimiert dadurch und auch die Lage am USA Immobilienmarkt ist somit weiterhin sehr kritisch, wie der folgende Chart es zeigt:
Zwar hat der HMI einen Boden gebildet, doch der steile Abwärtstrend ist immer noch intakt und es wird wohl auf ein
nochmaliges Testen des Tief hinauslaufen.
COT Report
Was sagen die COT Zahlen zum US Dollar? Der Auszug aus dem COT Report zeigt nur zwei klare Fakten:
Im Euro (Eur) minimieren die Commercials weiter ihre Shortpositionen und die Positionen im DollarIndex (DX) sind immer noch minimal zum Vergleich der anderen Futures. Was wiederum bedeutet, dass die Commercials ihre bestehenden Währungsrisiken lieber direkt mit dem passenden Futures absichern – als über der Währungskorb DollarIndex. Fangen wir mit ihm also zuerst an!
DollarIndex
Immer noch wird um die 79er Marke gekämpft und immer noch zeigt der Trend klar nach unten, also für eine weitere Schwächung des US Dollars. Was ja gut für die Rohstoffe und dem Gold wäre.
Wichtig ist aber die Unterstützung bei 77.42 – dieser Bereich war im September08 eine entscheidende Chartmarke. Nur damals waren die Commercials massiv short und jetzt sind sie netto long. Doch aktuell sind halt die Positionsgrößen hier eher minimal und somit spielt der DollarIndex keine große aktive Rolle. Die Unsicherheit erkennt man gerade durch diese Zurückhaltung der Marktteilnehmer. Sie sichern sich ihre Währungsrisiken lieber direkt ab – allein im Australischen Dollar sind gute 65.000 Shortkontrakte bei den Commercials im Bestand – fast sechs mal mehr als im DollarIndex.
Wichtig ist auch der Faktor der Saisonalität und dieser zeigt erst für das neue Jahr auf eine Stärkung des US Dollars hin!
Fazit: Bis Dezember zeigt die Saisonalität weiter nach unten und bis dahin wird auch der US Dollar weiter stark unter Druck sein. Aktuell hält die Unterstützung bei 77.42 doch Kurse oberhalb der 80er Marke sehe ich auch nicht!
FOREX - Märkte
USA/CAD
Langfristig ist noch der Abwärtstrend aktiv, doch die Zone wischen 1.0630 und 1.0780 ist eine gute Unterstützungszone. Der Weg nach oben hat bis zu den 1.1211 Platz, doch dann wird es auch wieder abwärts gehen.
Fazit: Kurse um den Kursbereich 1.1211 sind optimal für den Aufbau einer Shortposition. Vom Chance Risiko Profil her, sind für dieses Währungspaar die Shortpositionen attraktiver – Bearish!
USD/CHF
Der Chart zeigt es schön und deutlich an – es geht weiter abwärts! Doch tiefer als die 1.0570 wird es diese Woche nicht gehen und da auch nach oben bei 1.0900 der Deckel drauf ist – wird die Pattsituation weiter anhalten – denn für die Schweizer Wirtschaft ist ein schwacher Franken besser, doch die Nachrichten aus den USA sind ja alles andere als rosig!
Fazit: seitwärts in einer Range zwischen 1.0590 und 1.0960
AUD/USD
Seit dem Juli zeigt die Saisonalität nach unten, doch das Währungspaar orientiert sich immer noch nach oben. Typisch für solche Übergangsphasen. Sollte nun aber der Widerstand bei 0.8478 durchbrochen werden, ist die folgende Ausrichtung hinfällig – denn dann bleibt der Markt bullish!
Die Anzeichen sprechen aber von einer bearishen Situation – erstes Kursziel sind die 0.8130 und dann später die 0.7916.
Fazit: Bearish Ausrichtung!
AUD/JPY
Ein schöner Chart – der saisonale Übergang wurde auch hier schon in der letzten Woche eingeleitet und somit sollte der Yen wieder an Stärke gewinnen.
Fazit: Bearish!
GBP/JPY
Nicht nur gegenüber den Australischen Dollar gewinnt der Yen an Stärke – auch gegen das Britische Pfund zeigt die Saisonalität in diese Richtung! Ein kleiner Unterschied besteht hier aber, vor dem Yen liegen nun einige Widerstände, welche er durchbrechen muss!
Fazit: Bearish – Kurse tiefer als 153.28 sind unwahrscheinlich und würden sich daher für eine Gegenbewegung nach oben eignen!
CHF/JPY
Fazit: es geht weiter seitwärts!
EUR/CAD
In den letzten Tagen hatte der Euro an Stärke gewonnen und befindet sich nun wieder an seiner Mittellinie der Regressionsgeraden – klare Pattsituation, denn es kann in beiden Richtungen gehen. Die Tendenz zeigt zwar nach Süden, doch der Indikator nach Norden.
Fazit: neutral!
EUR/CHF
Eine interessante Situation für den Schweizer Franken. Zwei mal hat bis jetzt die Schweiz in den Markt eingegriffen und den Euro gestärkt. Kurse unter den 1.5000 sind offensichtlich keine Traumkurse für die Exportwirtschaft der Schweiz. Nun wird es spannend – denn der Franken gewinnt wieder an Stärke und auch die Saisonalität neigt sich langsam in diese Richtung.
Fazit: der Markt ist zu gefährlich – optimale Tradingtechnik sind Volatilitäts-Ausbrüche
EUR/GBP
Nun hat es erst einmal ein Ende mit den schwachen Euro – der Sommer ist langsam vorbei und somit wird auch der Euro wieder stärker. Doch der Weg nach oben ist trotz der Saisonalität mit einem starken Widerstand bei 0.8699 verwehrt. Potential wären bis zur 0.88er Marke da.
Fazit: Bullish
EUR/USD
Ehrlich gesagt sehe ich bis Mitte September keinen Grund im EUR/USD aktiv zu werden. Es gibt einfach schönere Märkte und Chancen.
Fazit: neutral!
EUR/JPY
Es ist die Zeit für einen starken Yen, so wie es auch schon die anderen Charts zeigten, zeigt auch hier die Saisonalität klar in Richtung eines starken Yen.
Fazit: bearish!
Patternformationen – ForexBull
Nachfolgend die ganzen Währungspaare, welche eine klare Signallage für die kommende Woche generierten.
Starke Signale sehen wir im EUR/CAD, GBP/JPY und USD/CAD! Die anderen Währungspaare sind auf Grund der zu geringen Häufigkeit nicht besonders aussagekräftig!
Korrelationen - ForexBull
Da wir diesmal 11 verschiedene Währungspaare haben, ist ein Blick auf die Korrelationen wichtig.
Optimal sind entgegengesetzte Korrelationen oder eine neutrale Korrelation!
Zusammenfassung
Aus 11 mach 7! Auch die Mischung stimmt für diese Woche. Wir haben mit dem EUR/GBP und dem USD/CAD zwei starke Märkte.
Als Entry für diese sieben Währungspaare verwenden wir die täglichen Patternformationen des ForexBulls. Die Handelszeiten sind immer zwischen 8.00 Uhr und 22.00 Uhr.
Wichtig dabei sind aber die täglichen News – dafür hier die Übersicht mit den aller wichtigsten Wirtschaftsdaten für diese Woche!
Wirtschaftskalender von ForexPros
Ich wünsche Ihnen viel Spaß aber noch mehr Erfolg an den Forexmärkten!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
P.S.: Beachten Sie unbedingt das richtige Risiko - und Money Management - mehr dazu finden Sie hier - Link!
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