FXCM Research - Wochenausblick KW 13
Samstag, 27. März 2010 20:36:00
Schwacher Euro, starker USD, starker Schweizer Franken - Korrelationen die außer Rand und Band sind und Horrormeldungen über die "rosige" Auskunft der EU.
Hier einige Meldungen aus der letzten Woche dazu - die Quelle dazu ist - http://info.kopp-verlag.de/:
22. März 2010
Deutschland:
– Wirtschaftswoche: »Gold – das bessere Geld: Euro-Krise, Staatsschulden, Inflationsangst – warum jeder Anleger jetzt Gold im Depot haben sollte.«
– Die Steuereinnahmen ohne reine Gemeindesteuern fielen im Februar im Vorjahresvergleich um 2,8 Prozent; die Steuereinnahmen des Bundes gingen im Februarum 10,6 Prozent zurück. (11)
Italien:
– Auftragseingänge der Industrie knicken ein.
23. März 2010
Deutschland:
– Berlin stemmt sich weiter gegen ein Hilfspaket für Athen. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) sagt in Brüssel, dass die Bundesregierung die Pflicht habe, dieInteressen der deutschen Steuerzahler zu vertreten.
– Dem Finanzsektor droht durch die Pläne der Bundesregierung zur Einführung einerSonderabgabe eine milliardenschwere Belastung. Die Branche soll jedoch nicht »überfordert« werden. Die Abgabe soll jährlich rund eine Milliarde Euro bringen. Doch das ist ein Witz hinsichtlich der Steuergelder, die bisher an die Banken geflossen sind: 30 Milliarden Euro. Und ein Witz, wenn man an die Gewinne der Geldinstitute denkt. Insgesamt sind über 180 Milliarden an Garantien und Kapitalhilfen durch die Soffin gegeben worden. Mit nur einer Milliarde Sonderabgabe kann die nächste Bankenkrise nicht aufgefangen werden. Erfolgt hier eine Wählerverdummung?
– Bayrische Sparkassen schreiben eine Milliarde Euro auf die BayernLB ab.
Schweiz:
– Der Schweizer Franken klettert auf ein Rekordhoch gegenüber dem Euro. So »hart« war die Währung der Eidgenossen seit der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung noch nie.
Großbritannien:
– 222 Milliarden Dollar werden dieses Jahr voraussichtlich zusätzlich in Hedge-Fondsfließen – der größte Zuwachs seit Jahren. Das Zentrum ist London.
Griechenland:
– Durch die Unsicherheit hin sichtlich eines europäischen Rettungspaketes verliert die Aktienbörse in Athen zeitweise drei Prozent.
– Regierungschef Giorgos Papandreou muss den Griechen noch härtere Einschnittezumuten, weil der Abschwung Fahrt aufnimmt.
Portugal:
– Zusätzliche Einsparungen sind nötig: Das Wirtschaftswachstum ging im letzten Quartal um 0,2 Prozent zurück, nachdem es in den beiden vorangegangenen Quartalen leicht gestiegen war. Dies hatte Premier José Socrates dazu verleitet, verfrüht das Ende der Krise auszurufen. Jetzt soll bei Personalausgaben im öffentlichen Dienst gespart werden, der Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer soll von 42 auf 45 Prozent steigen und Kapitalerträge sollen höher besteuert werden.
Spanien:
– Das Land steckt noch immer in einer Rezession. Im Juli soll die Mehrwertsteuer auf 18 Prozent angehoben und Vergünstigungen bei der Einkommensteuer gestrichen werden. (12)
24. März 2010
Belgien:
– Bereits 2009 fehlten in dem kleinen Land 20 Milliarden Euro im Haushalt. Guy Vanhengel, der Haushaltsminister, sagt: »Wenn wir Belgien wie ein Unternehmen betrachten würden, dann wären wir praktisch pleite. Es ist nicht fünf vor Zwölf, sondern bereits fünf nach Zwölf.«
Griechenland:
– Wieder starker Tobak aus Griechenland: Vizepremier Theodoros Pangalos sagt, wenn sich der EU-Gipfel nicht auf ein Instrumentarium einige, das den Spekulanten das Fürchten lehre, werde der Euro »sinnlos«. Das Blatt To Vima schreibt: »Merkel erpresst Griechenland und Europa«, und die Zeitung Ta Nea meint: Wie einst Hitler mit Panzern und Bombern um »Lebensraum« gekämpft habe, so versuche nun Merkel »getreu dem Vorbild Hitlers« für ihr Land »ökonomischen Lebensraum« zu erobern, wobei sie Panzer durch Finanzinstrumente ersetze.
Deutschland:
– Die WestLB hofft auf Unterstützung aus der Politik: Die Landesbank verbucht 2009 eine halbe Milliarde Euro Verlust.
– HRE: Auch nach der Verstaatlichung steckt der Immobilienfinanzierer tief in den roten Zahlen.
– Deutschland will von April bis Juni 2010 sich insgesamt 92 Milliarden Euro durch das Auflegen von Staatsanleihen beschaffen; das sind elf Prozent mehr als im vorhergegangenen Quartal.
Niederlande:
– Auch die Holländer besorgten sich am Primärmarkt insgesamt 1,09 Milliarden Euro. (13)
Ich denke das reicht - oder?!
Fangen wir mit den wichtigsten News der kommenden Woche an. Gleich am Montag fängt es mit den Consumer Price Index für den Euro an und hört am Freitag mit den US Arbeitslosenzahlen auf.
Doch dies hilft uns nicht groß weiter - wichtig für uns, wie sind die Positionen der Marktteilnehmer. Dafür ist der COT Report sehr hilfreich. Sehen wir uns diesen doch an.
COT Report - Bullish
Ganz oben steht der Euro und weiter unten das Gold. Beide sind Bullish. Positiv für Gold - es steigt mit dem Euro und die Commercials sind aktuell die Bullen im Goldmarkt. Was will man mehr? Sehen wir uns den Euro genauer an.
Euro
Die Zone 1.30 bis 1.32 ist in der Tat ein mögliches Kursziel laut Chart - zumindest ist dies eine starke Unterstützung für den Euro. Wenn ich aber an die letzten Nachrichtenh aus dem Euro Raum denke, dann wird mir etwas ungut. So kommt es also hier auch auf die News der kommenden Woche an. Hier die Übersicht dazu.
Fakt ist - das ist keine leichte Woche für den Euro!
Eine interessante Übericht findet sich auch auf den Seiten von FXCM wieder. Hier kann man schnell die Veränderungen der einzelnen Forexmärkte erkennen. Dies ist die Übersicht vom letzten Freitag!
Fazit: der Euro bleibt auch nach dieser Übersicht unter Druck und das sogar sehr stark!
DollarIndex
Ganz klar hat der USD ein neues Hoch erreicht - pünktlich mit dem saisonalen Hoch. Nun sollte es mit hoher Volatilität Seitwärts gehen. Es sei denn, der USD wird als "Sicherer Hafen" angesehen. Fakt ist eines - die Zahlen aus den USA sind besser als erwartet.
JPY - Bearish!
Die Unterstützung hat nicht gehalten und nun steht nur noch der Moving Average dem freien Fall im Wege. Bis zum August sollte nun das JPY in Richtung Süden laufen. Aktuell sind aber die Fonds noch netto long - erst wenn sie netto short sind, dann fängt der freie Fall an. Wir haben also noch etwas Zeit!
Ich wünsche Ihnen eine erfolgreiche Forex-Woche!
Mike C. Kock
für FXCM Research
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