Forex - Insider Positionen und Ausblick auf KW 51
Samstag, 12. Dezember 2009 18:16:00
Die Zinsen wurden nicht verändert - die wirtschaftlichen Daten sind außer in Australien immer noch durch wachsen und Europa hat Angst vor einer Staatspleite in Griechenland, Spanien steht vor ernsten Problemen und auch Deutschland plant neue Rekordschulden für 2010. So ist zwar der US Dollar stärker geworden, doch die Angst wahrlich nicht geringer. Dubai war nur der Auslöser, Europa muss jetzt zeigen, dass der Euro nicht nur für die Wirtschaft gut ist, sondern auch für die Menschen selber. Das Vertrauen ist nicht gerade hoch. So muss dann der Investor sich entscheiden zwischen Angst (US$) und Panik (EUR). Uns kann es fast egal sein - wir können mit beiden Varianten Geld verdienen, wenn man uns lässt.
Zuerst sehen wir uns die Positionen der Insider an - dazu verwenden wir den COT Report. Für diese Woche reicht die Einkaufsliste der Commercials dafür aus.
COT - Insider Käufe
Drei Währungen finden wir auf der Liste wieder - den Euro (EU), den Schweizer Franken (SF) und der Japanische Yen (JY). In allen drei Währungen haben die Commercials netto Shortpositionen - da die Fonds long waren, sehen wir auf den Charts überall einen stabilen Aufwärtstrend. Doch mit den Verlusten in dieser Woche, haben die Insider ihre Shortposition minimiert, das heißt, sie waren die Bullen im Markt und stützten die Währungen gegen den US Dollar!
Japanische Yen
Ein schöner Chart - oder?! Achten Sie bitte auf den Verlauf der Saisonalität, diese zeigt jetzt klar nach unten und erst im August 2010 dreht diese wieder nach oben. Im Chart scheint das Top der Wendepunkt zu sein. Für eine richtige Trendwende müssen aber die Fonds ins Lager der Bären wechseln, was ab 1.08 der Fall sein dürfte.
Schweizer Franken
Die aktuelle Situation ist fast gleich, das saisonale Hoch liegt zwar noch vor dem Schweizer Franken, doch die Saisonalität ist nie exakt pünktlich, sondern wie die Jahreszeiten. Jedes Jahr ist Winter, doch nicht immer liegt auch wirklich Schnee. Auch hier gibt es eine magische Grenze - die 0.95 er Marke. Sollte diese durchbrochen werden, sehen wir die Positionen der Fonds auch netto short.
Euro
Die Fonds sind netto SHORT! Damit ist die Trendwende nun eingeleitet und es kommt darauf an, wie schnell die Fonds ihre Shortpositionen ausbauen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen - der Euro bleibt schwach in der nächsten Woche. Was nun noch diesen Trend verhindern kann, sind die wirtschaftlichen Daten aus Europa und den USA. Hier schon mal die wichtigsten Termine für den Euro!
Dollar Index
Euro - short, Schweizer Franken - short und Japanische Yen Short - das Bild paßt und so ist es kein Wunder, dass der Dollar Index einen Boden gefunden hat.
Doch was viel wichtiger ist - die Fonds sind netto long und treiben nun die Kurse nach oben. Dazu kommt die Saisonalität, welche ab Januar 2010 auch nach oben zeigt. Vergessen wir nicht - in drei Wochen haben wir ein neues Jahr.
Kommen wir aus den Ausblick auf die ersten drei Wochentage - Montag bis Mittwoch.
Für den JPY sieht es zum Wochenbeginn nicht rosig aus, er zeigt die meiste Schwäche - die anderen Währungen sind uneinheitlich in ihren Pattern Formationen. Daher ist es wichtig die Korrelationen zu beachten.
Eine sehr hohe positive Korrelation hat AUD/JPY - eine nedative Korrelation EUR/GBP. Interessant ist USD/CAD - dieses Paar hat zu den anderen Paaren eine neutrale Position.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Mike C. Kock
für FXCM Research
www.Mike-Kock.de
|


