Forex - Wochenausblick COT Report
Montag, 09. August 2010 13:30:00
COT Report - Verkäufe der Insider
Die folgende Übersicht zeigt die größten Veränderungen und Aktivitäten der Commercials. Dabei wurde nicht nach den einzelnen Assetklassen sortiert, sondern nur die Veränderung des Index als Maßstab genommen.
Was wir sofort erkennen - neben dem Weizen, stehen das GBP, der CHF und das JPY im Mittelpunkt der Verkäufe der Commercials. Damit stellt sich automatisch die Frage, sind die Hedge Funds schon netto long und ist damit ein Aufwärtstrend manifestiert? Sehen wir es uns einfach an:
GBP/USD
JA - wir haben alle Bedingungen für einen Aufwärtstrend im GBP! Der Moving Average ist nun eine Unterstützung und kein Widerstand mehr und die Hedge Funds haben nur noch 250 netto Shortpositionen - das ist nichts!
Da die Saisonalität jetzt auch mittelfristig bullish ist, sollte es für das GBP gut aussehen. Da der aktuelle Kursverlauf nicht überhitzt ist, bringen nur Katastrophen-Meldungen hier einen Einbruch zu stande.
JPY/USD
Auch hier ein ganz klares JA - wir haben einen etablierten Aufwärtstrend und die Saisonalität hat aktuell ihr Tief erreicht, nun zeigt sie nach oben. Doch da liegt erst einmal ein Widerstand, dieser muss durchbrochen werden! Zur Zet haben wir keine große Volatilität im JPY, deswegen sieht es gut für den Durchbruch aus! Der kleine Wermutstropfen ist aber in den Positionen der Marktteilnehmer zu erkennen. Langsam erreichen Sie einen Extrembereich und damit ist an eine Fortsetzung des Trends nicht zu denken. Bis dahin ist aber noch Zeit und der Aufwärtstrend ist intakt!
CHF/USD
Zwar kommt der CHF nicht so richtig von der Stelle - doch das aktuelle Verhältnis zum USD ist fast Pari und damit steht die schweizer Wirtschaft in Augenhöhe mit den der USA. 8 Mio Einwohner gegen 250 Mio Einwohner - auch die Zahlen von der UBS und der Credit Swiss sind solide und stehen auf einer guten Basis. Dies können viele US Großbanken nicht von sich behaupten.
Stresstest der IWF
Nachdem die Europäer Anfang Juli ihre Banken einem Stresstest unterzogen haben, hat nun auch der Internationale Währungsfonds (IWF) die größten amerikanischen Banken unter die Lupe genommen. Der IWF legte dabei ein Szenario zugrunde, nach dem die US-Wirtschaft in diesem Jahr um 3,1 Prozent und 2011 um 2,6 Prozent wächst.
Ergebnis: Das US-Bankensystem ist nach Erkenntnissen des IWF in Teilen nicht widerstandsfähig genug gegen Krisen. Zwar bestanden die großen vier Banken den Test ohne Probleme, aber immerhin zwölf der 53 größten Banken bräuchten nach Auffassung der Finanzexperten zusammen 14,2 Milliarden Dollar (10,9 Milliarden Euro) frisches Kapital, um bis 2014 nicht unter eine Kernkapitalquote von sechs Prozent zu fallen.
So ist der Schweizer Franken aktuell ganz klar der sichere Hafen!
EUR/USD
Der Euro ist in die Widerstandszone nun endlich eingetroffen. Sehen wir uns die Aktivitäten der Commercials und der Hedge Funds an.
Noch sind die Commercials netto long und die Hedge Funds netto short - doch wenn dieser Trend der letzten Woche auch in dieser neuen Woche so umgesetzt wird, dann haben sich die Vorzeichen in der nächsten Woche geändert.
Die Saisonalität zeigt mittelfristig nach oben, doch in den nächsten Wochen mehr seitwärst - leicht abwärts. Wenn alles normal verläuft, dann ist dieser Verlauf auch fast zu erwarten. Doch die Daten von der US Wirtschaft sind alles andere als gut und positiv. Dies führt automatisch zu weiteren Umschichtungen von dem USD hin zum EUR. Welche Nachrichten diese Woche den EUR bewegen - dafür diese Übersicht:
Insgesamt haben wir aber in dieser Woche folgend Top Wirtschaftsdaten anliegen:
Die Liste ist genauso lang wie wichtig! Beachten Sie diese Termine und die Reaktionen der Marktteilnehmer darauf - viel Erfolg!
Mike C. Kock
für FXCM Research
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