Forex Wochenausblick KW 09 - COT Report

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Sonntag, 28. Februar 2010 11:17:00

Die Zahlen aus dem COT Report liegen wieder vor - sehen wir uns an, welche Positionen die Commercials und die Fonds in der letzten Woche bezogen haben. Spannend wird es im Euro und im GBP. Dorch zuerst fangen wir mit dem DollarIndex an.

DollarIndex

Geschlossen hat der DollarIndex mit 80.50 und bewegt sich somit seit drei Wochen mehr seitwärts. Bis Ende März zeigt die Saisonalität noch weiter nach oben. Aus diesem Grund ist ein Kursziel von 82.70 gar nicht so abwegig. Was etwas nachdenklich stimmt, die aktuellen Positionen der Marktteilnehmer sind seit drei Wochen fast unverändert. Der Markt wartet ab - diesen Monat liegen viele Zinsentscheidungen vor uns. Dies ist auf alle Fälle ein entscheidender Grund dafür, deswegen hier der Überblick:

Zinsentscheidungen im März

Ab Dienstag geht es mit Australien los, deswegen auch gleich der Chart des AUD und die Positionen der Marktteilnehmer. Am Donnerstag haben wir in England und in Frankfurt die nächsten zwei wichtigen Sitzungen. Mal ehrlich, die Märkte werden sich bis dahin nicht groß bewegen wollen. Wer möchte schon auf dem falschen Fuß erwischt werden? Die Fed wird erst wieder am 16.03. aktiv werden und die Märkte werden sehr gespannt sein, was von dort zu hören ist!

AUD

Seit Oktober 2010 bewegt sich der AUD in einer Seitwärtsrange - als reine Rohstoffwährung hat er noch viel Potential nach oben und zwar genau dann, wenn die Wirtschaft wieder weltweit anziehen sollte. Aktuell versucht aber die Reserve Bank of Australia eine weitere Stärkung zu verhindern. Die Analysten rechnen mit einem unveränderten Leitzinssatz von 3.75.

Ab Mitte März - nach allen wichten Notenbankentreffen - fängt auch wieder die saisonale Stärke des AUD an. Interessant ist, dass die Marktteilnehmer sich ein wenig aus diesen Markt gezogen haben. Ein Grund war das Schließen von Carry Positionen aber auch die unsichere Zeit mit den vielen fundamentalen Veröffentlichungen aus den ersten Monaten des neuen Jahres.

Hier kann also tief gekauft werden, was man mit dem Begriff Range Trading gut ausdrücken kann.

GBP

Die wichtige Unterstützung bei 1,5780 wurde schon vor vier Wochen durchbrochen. Nur durch sofortige massive Käufe der Commercials konnte bis jetzt ein tieferer Verfall des GBP verhindert werden. Dazu passen auch die Gerüchte aus Spanien, wo behauptet wird, das Großbritannien sehr großes Interessw hat, den Euro weiter unter Druck zu halten. Getreu nach dem Motto: "Haltet den Dieb - er hat mein Messer im Rücken!"

Von der Saisonalität werden wir noch bis Mitte März mit schwachen Kursen rechnen müssen. Rein Fundamental noch länger!

JPY

Wer regelmäßig meine Tagesempfehlungen für die Forexmärkte verfolgt, wird immer wieder das JPY bemerken. In den letzten Wochen / Monate stand es fast jede Woche im Focus des Tradings. Doch die Positionen der Marktteilnehmer sind fast auf Null. Die Bären in diesem Markt sind ganz klar die Privaten, sie halten den kopletten Shortbestand mit 6.636 Kontrakten. Commercials 4.911 und die Fonds 1.717. Frage ich mich - was wissen die Privaten mehr als die Fonds und die Banken?

Ergo - hier würde ich KEINE Shortposition über die Nacht halten wollen. Trotz fallender Saisonalität ist dieser Markt aus dem normalen Verlauf raus und damit trägt er ein erhöhten Risikofaktor mit sich.

EUR

Die Seitwaärtsphase im Euro ist eingeleitet - nun wird es mit Auf und Abs bis in den April hinein seitwärts gehen. Dabei dürfte das aktuelle Kursniveau die obere Begrenzung dieser Seitwärtsrange darstellen. Das Tief muss noch gefunden werden!

Die Positionen der Commercials aber auch der Fonds sind klar im extremen Bereich anzusiedeln. Ausgebaut werden können diese immer noch - keine Frage, doch warum ein unnötiges Risiko eingehen? Die Schwachstellen im Euro sind bekannt, ob nun Spanien oder Irland noch mit dazu kommt oder nicht, dürfte schon in den Risikoprämien der Analysten mit eingepreist sein. Nur eine Zahlungsunfähigkeit eines EU Mitgliedslandes oder einer großen Bank würde ein Chaos verursachen. Aktuell sieht es nicht danach aus und auch die Kommentare der Banker sind dahin gehend sehr moderat und nicht warnend!

Kommen wir nun zum Schluß und sehen uns noch die Top Termine der nächsten Woche an.

Wenn ich darauf einen Trading - Wochen - Plan erstellen sollte - dann hätte meine nächste Arbeitswoche nur vier Tage. Der Donnerstag würde rausfallen! Ab 13 Uhr brennt die Luft und da muss ich nicht unbedingt dabei sein.

Ich wünsche Ihnen nun noch einen schönen Sonntagnachmittag. Wir lesen/sehen uns wieder hier jeden früh auf diesen Seiten oder wenn Sie den ForexBull verwenden, auch am Abend zur Tagesauswertung im ForexBull selber.

Viel Spaß!

Mike C. Kock

für

FXCM Research

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen