Forex Wochenausblick KW 35
Sonntag, 29. August 2010 14:11:00
Forex - COT Report - Überblick
Fange ich zuerst mit den nackten Zahlen aus dem COT Report an.
Kleine Erklärung: Achten Sie auf das dritte Zeichen von vorne - daran sehen Sie, welches Währung es ist. (A - AUD, B - GBP, C - CAD, E - EUR, J - JPY, S - CHF)
Gekauft haben die Commercials nicht im JPY und dem CHF - doch wirklich netto long sind die Insider nur im GBP und im EUR. Alle Positionen der Marktteilnehmer sind in keinem Extrembereich und bieten noch genügend Luft in alle Richtungen an. Wenn es nach dieser Tabelle zwei Anwärter für einen Bärenmarkt geben könnte, dann sind es das JPY und der CHF. Hier kommt langsam der Index (Idx) unter die Marke von 10 - der JPY hat etwas mehr Vorsprung. Sehen wir uns nun die ganze Sache mit Charts an.
EUR
Der Euro konnte sich nach seinem Einbruch vor drei Wochen um die Marke von 1,27 festigen. Die Unterstützung liegt bei 1,26, doch die Gefahr ist noch nicht vorbei. Aktuell zeigt die Saisonalität noch nach unten. Freude machen nur die Positionen der Commmercials die weiter auf den Euro setzen und hier netto long sind, wenn auch nicht so ausgeprägt. Insgesamt ist aber immer noch eine Zurückhaltung aller Marktteilnehmer zu beobachten.
Fazit: neutral
GBP
Das GBP macht eigentlich in den letzten Wochen alles richtig, die Commercials tauschten mit den Hedge Funds ihre Rolle und waren damit netto short. Doch was die reine Positionstärke der Commercials oder Funds betrifft, die ist fast bei null - Kontraktzahlen zwischen 0 und 5000 Kontrakte sind eigentlich null.
Die Saisonalität zeigt nach oben, das ist positiv, doch der Trend wird von den Händlern gemacht und nicht von einem saisonalen Effekt - deswegen ist hier erst wieder eine klare Aussage möglich, wenn mehr beteiligung im Spiel ist.
Fazit: neutral
CHF
Der CHF steigt und steigt - es sind hier mehrere Faktoren - der sichere hafen auf der einen Seite aber auch der typische Efekt der Saisonalität. Beides zusammen ist aktuell optimal für Longpositionen. Doch alles hat sein Ende und auch hier mehren sich die Anzeichen für eine Trendwende. Die Commercials bauen ihre Shortpositionen immer weiter aus und wenn diese in circa drei Wochen dann einen Extremwert darstellen, spätestens dann ist es Zeit, seine Longposition zu minimieren.
Fazit: Bullish - doch nur für kurzfristige Positionen
JPY
Wenn es jetzt schon einen Markt gibt der bearish ist, dann hier im JPY. Die Positionen der Insider sind am nächsten am Extrembereich dran, auch wenn diese Woche fast keine veränderung stattfand - die Höhen des JPY sind nicht so oft dagewesen und damit beginnt für die japanische Wirtschaft das Problem - als Exportnation - wer will in diesen Zeiten teure Produkte aus Japan kaufen - wir reden jetzt mal nicht von der Pannenserie bei Toyota - sondern nur von dm zu starken Yen. Hoher JPY - schlechter Absatz - schlechte Zahlen - schlechte Aussichten. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich dieser starke Yen gegen Japan richtet.
Fazit: Bearish
AUD
Bis letzte Woche war der AUD noch die Nr.1 im Lager der Bären - der Chart zeigt es Ihnen super an - hoher Shortpositionen der Commercials und eine fallende Saisonalität. Damit steht die Richtung für die kommenden Wochen klar. Doch gerade in der letzten Woche haben die Commercials ihre Shortposition um über 11 Prozent verringert und damit den Druck heraus genommen. Warum? Keine Ahnung - doch am gesamtbild hat sich nichts geändert.
Fazit: bearish
CAD
Kurzfristig für diese Woche ist der CAD bullish - die Short - Positionen der Commercails wurden minimiert und die Funds sind noch netto long. Das paßt gut zusammen mit dem verlauf der Saisonalität, die ihren letzten Jahreshoch entgegen strebt.
Fazit: bullish
DollarIndex
Alles zusammen ergibt sich für den USD kein klares Bild - im EUR und im GBP sind wir neutral und diese beiden Währungen sind sehr stark im Dollarindex gewichtet. Rein der Saisonalität nach, sollte es nach unten gehen, doch dazu passen nicht so ganz die Aktion der Commercials - so bearish waren diese nämlich nicht.
Fazit: neutral
Top News
Insgesamt passen dazu dann auch die wichtigsten Wirtschaftsdaten der kommenden Woche dazu.
Viel übersehen darf man da eigentlich nichts - die Arbeitsmarktdaten aus Deutschland sind am Dienstag genauso wichtig wie das Verbrauchervertrauen in den USA. Da heißt es am Ball bleiben, um keine negativen Überraschungen zu erleben.
Ich wünsche Ihnen einen guten Wochenstart!
Mike C. Kock
für FXCM Research
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