Forex Wochenausblick - KW 47

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Samstag, 14. November 2009 18:42:00

Die Woche ist gerade vorüber, da ist es schon wieder wichtig, nach vorne zu sehen. Einige von Ihnen werden in Frankfurt zur WOT gewesen sein und ich hoffe, es hat sich für Sie gelohnt. Doch so viel Neues werden Sie dort auch nicht erfahren haben und schon gar nicht, wie die nächsten Tage, Wochen und Monate sich ab heute entwickeln werden - denn diese Glaskugel hat keiner. Wer von Ihnen richtig an den Börsen handelt, der weiß was für ein Unterschied zwischen einer Analyse / Börsenbrief und dem realen Handel existiert. Von meinen Analysen bin ich froh, wenn ich die Hälfte davon auch später umsetzen kann, doch diese 50% sind die Erfolgsgrundlage für mein Trading.

Sehen wir uns an, was uns die nächste Woche an den Währungsmärkten bringen kann. Dazu zuerst den Blick auf die "realen" Währungsmärkte - den Futures und ihren Positionen.

Für uns die zwei wichtigsten Werte - den Euro und den Dollar Index. Im Dollar Index (DX) halten die Commercials nur 13% der Positionen wie im Euro. Da der Euro mit 60% den Hauptbestandteil dieses Währungskorbes ausmacht, kann der DX nur als Indikator für alle anderen Währungen dienen. Aktuell sind die Commercials im DX bullisch positioniert und die Fonds - als Trendfolger - setzen weiter auf einen schwächeren US Dollar. Dagegen treiben die Trendfolger im Euro diesen auf alte Rekordhöhen. Insgesamt sind aber nirgends Extrempositionen zu sehen. Nur im Schweizer Franken - zeigen die Positionen der Commercials eine starke Überbewertung gegenüber des US Dollar an. Egal wie man zu den USA steht - die Wirtschaft dort ist immer noch größer und schlagkräftiger als die Schweizer Wirtschaft - eine Parität zwischen den Währungen ist Fundamental nicht logisch und wird sich auch nicht lange halten. Zumindest wenn es nach den Commercials geht.

Dollar Index

Die 73.50 stehen immer noch als Ziel und der Trend ist trotz der Versuche des US$ nach oben auszubrechen intakt. Doch ab Januar 2010 zeigt sich, ob die amerikanische Wirtschaft stark genug ist, wieder nach oben zu gehen. Die Saisonalität zeigt dann in diese Richtung. Doch dafür müsste dann der Euro auch nach unten gehen. Sehen wir uns den Euro an.

Euro

Ziel sind klar die 1.50 und mit etwas Glück auch noch die 1.54, doch das alte Hoch bei 1.58 wird wohl nicht erreicht werden. Auch wenn das Potential dafür da ist. Voraussetzung ist aber dafür, die Missachtung der fallenden Saisonalität im Januar und die Fonds richten sich nicht nach diesem Phänomen, sie folgen nur den Trend. Aktuell haben beide Lager noch genügend Kapital für eine Fortsetzung des Trendes. Fallen die 1.5045 dann wird es spannend werden! Der Euro ist Bullisch und wird es auch in der nächsten Woche weiter zeigen.

GBP

Die Zeit der Seitwärts - Phase dürfte vorbei sein. Nun steht als Widerstand und Kursziel in der nächsten Woche die 1.7019 im Visier der Fonds. Interessant ist aber mehr die Unterstützungszone bei 1.5821 - hier wurde hart gekämpft zwischen Commercials und Spekulanten. Kursziele für dieses Jahr sind die 1.7944. Das aktuell viel Bewegung im GBP stattfindet, haben wir in der letzten Woche erlebt, so kann es ruhig weiter gehen.

AUD

Ich denke nicht, dass der AUD sein altes Hoch aus dem letzten Jahr bei 0.9474 brechen kann, denn zwei Faktoren sprechen dagegen - die Positionen der Marktteilnehmer sind sehr massiv und mit weiteren Zuwächsen ist so schnell nicht zu rechen. Dazu kommt die Saisonalität, welche bis März / April keine klare Trendrichtung vor gibt. Dies ist zwar den Fonds egal, doch nicht den Commercials! Mein Tip - bis März werden die Shortpositionen den Commercials Schritt für Schritt verringert. Dies kann dann zu neuen Höhen im AUD führen.

Doch dies ist noch sehr weit - sehen wir auf den kommenden Montag. Welche Märkte haben eine interessante Ausgangslage für uns?

Das sieht doch viel versprechend aus, am Montag werde ich wieder zwei Währungen genauer unter die Lupe nehmen, doch hier ist schon mal die Korrelationsübersicht für die kommende Woche! Ich verwende diese immer und richte fast alle meine Trades danach aus.

Wer langfristig investiert ist, sucht sich Paare mit einer negativen Korrelation (blau) aus - kurzfristig je nach Strategie. Ich bevorzuge die positive Korrelation (rot). Das war es für heute von meiner Seite, was nach fehlt ist der Blick auf die Rohstoffmärkte und die COT Daten. Morgen!

Ein schönes Wochenende!

Mike C. Kock

für FXCM Research

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen