Forex - Wochenausblick mit dem COT Report
Samstag, 19. Juni 2010 14:56:00
Der Euro ist ganz klar der Gewinner der letzten Woche. Der Schlußkurs vom Freitag war dann zwar wieder unter 1,24 doch die Richtung für den Euro stimmte. Doch dies war eigentlich keine Euro Stärke, sondern fast auch eine US Dollar Schwäche. Dies zeigt sich gegenüber dem Schweizer Franken wo er kräftig an Wert verlor.
Dann kam noch eine andere interessante Meldung heraus - Rußland ist nicht zu frieden mit den beiden Hauptwährungen in dieser Welt - den USD und de EUR! Es finden aktive Überlegungen statt, die Staatsreserven in den CAD und in den AUD teilweise umzuschichten. Gründe wurden auch benannt - die zu hohen Schwankungen im USD und EUR auf der einen Seite und die hohen Rohstoffreserven in Canada und Australien.
Was war noch passiert? Gold schließt die Woche über 1.250 USD bei 1.257,35 USD!
Für uns sind nun die neuen Zahlen aus dem COT Report interessant - wie geht es in den Währungen weiter, bleibt der EUR auf seinen Höhen und verliert der USD weiter an Stärke? Ist das die Trendwende? Sehen wir es uns an.
COT Report - Verkäufe der Commercials
Ganz oben steht der Kaffee - zu diesem Markt kommen wir am Sonntag. Doch auch zwei Währungen finden wir wieder - das GBP (GP) und ganz unten der EUR (EU). In beiden Währungen haben die Commercials ihre Longtpositionen stark minimiert!
GBP
Das GBP hat seinen Boden gefunden und nun nach oben gedreht. Dies bedeutet, dass die Hedge Funds ihre Shortpositionen minmierten und als Bullen im Markt auftraten, aber auch die privaten Anleger setzten auf die Stärke des GBP. Anders im Euro - hier sind die Privaten die Gruppe der Anleger, die massiv Bearish für den Euro sind. Das Vertrauen ist weg und ist auch ein Grund dafür, dass das Gold in der letzten Woche über die 1.250 USD sprang.
EUR
Das kleiner Wunder war es für viele Anleger schon, doch dieser Sprung nach oben hat sich angedeutet und aktuell ist das Potential noch da, weiter nach obe zu steigen. Bis zu 1,28 könnte es gehen, wenn die 1,2473 durchbrochen werden. Was dafür spricht, die Fonds haben ihre Shortpositionen minimiert und geht der Euro jetzt über diese Marke, dann werden weiter Shorteindeckungen erfolgen, was wiederum den Euro nach oben verhilft. Auslöser für dieses Sprung sind für mich die privaten Spekulanten, denn diese sind seit drei Jahren nicht mehr so bearish gewesen im Euro. Dazu kommt, sie haben nicht das Kapital lange so eine Shortposition aufrecht zu halten. Sie steigen sofort aus, wenn es gegen ihre Richtung läuft.
Fazit: Die Privaten mit ihren schwachen Händen werden den Euro nach oben verhelfen, wichtig dafür ist aber, das es die ersten zwei drei Tage nicht sehr stark nach unten geht.
COT Report - Käufe der Commercials
Auf dieser Liste ist der Schweizer Franken (SF) zu finden und den sehen wir uns sofort im Chart genauer an.
CHF
Hier stimmte alles - die steigende Saisonalität, die Bodenbildung der letzten zwei Wochen und der schwache USD. Egal - jetzt zeigt es erst einmla nach oben, doch so lange die Fonds noch Shortpositionen halten, so lange werden wir nicht von einem Aufwärtstrend sprechen können! Der Markt ist nicht überhitzt, auch wenn der Kursgewinn der letzten Woche sehr extrem war. Dies muss natürlich erst einmal verdaut werden - das ist ein Währungsmarkt und kein Rohstoff wie Coffee.
Sehen wir uns nun den DollarIndex an - er zeigt wie der USD sich zu einem Währungskorb verhält, in diesem Korb hat der Euro einen Anteil von 60 Prozent.
DollarIndex
Auch hier traf unsere Analyse aus der letzten Woche zu - die Saisonalität zeigt seitwärts und der Widerstand hat gehalten. Die Positionen der Marktteilnehmer sind fast unverändert - leichte Zuwächse in allen Lagern, doch ohne große Auswirkungen. Die Saisonlität gibt eigentlich die Richtung im USD vor - seitwärts mit einem Drang nach unten. Doch dies wird erst dann eintreten, wenn die Fonds ihre Longpositionen in Shortpositionen gewechselt haben. Aktuell sind die Fonds noch im Longmodus und damit ist der Aufwärtstrend noch gesund und intakt. Wir haben halt nur eine notwendige Kurskorrektur.
Vor uns liegt auch das nächste Treffen der FED und eine Entscheidung für die US Zinssätze. Die Märkte gehen davon aus,dass diese unverändert bleiben. Warum auch nicht, der Wirtschaft in den USA geht es nicht so rosig, wie viele es denken wollen. Kalifornien leidet sehr unter dieser Krise und einige Städte stehen mit dem Rücken zu Wand. Eine Zinsanhebung würde die Probleme nur verschärfen.
Wirtschaftsdaten der kommenden Woche
Die Liste ist lang und wird sich sehr wohl auf die weitere Entwicklung der Währungspaare auswirken.
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Samstag!
Mike C. Kock
für FXCM Research
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