Forex am Montag und Wochenausblick KW 50
Sonntag, 06. Dezember 2009 13:50:00
Was löste den Erdrutsch im Gold und Euro aus?
Da gab es am Freitag einen verdammt großen Einschlag - Gold und Euro fielen wie zwei Steine in die Tiefe und ausgelöst wurde dies von den US Zahlen. Die USD Change in Non Farm Payrolls in deutsch - die nicht - landwirtschaftliche Erwerbsfähigkeitsänderung und Arbeitslosenrate in den USA waren die Auslöser. Beide Zahlen waren mehr als positiv und damit stark bullish für den US Dollar. Dabei stellt die erste Kennziffer die wichtigste Größe da, beinhaltet sie doch knapp 80 Prozent aller US Arbeitskräfte!
Da ein Bild öfters mehr sagt als eine nackte Zahl - habe ich hier die Arbeitslosenzahlen der USA als Grafik für Sie.
Im Oktober 2009 hatten die USA noch 10,2% Arbeitslose - mittlerweile sind es 10 Prozent. Doch im Jahr 1983 waren die Zahlen bei 10,4 Prozent. Ob diese Zeit mit der aktuellen Situation vergleichbar ist, wage ich zu bezweifeln. Dafür gibt es die Analysten.
Nun hatten die Analysten weltweit das Wochenende Zeit gehabt, darüber nachzudenken, ob die US Wirtschaft wieder nach oben zieht. Der Montag wird also die ersten echten Reaktionen auf diese Zahlen uns aufzeigen. Vergessen wir nicht, dieser Aufschwung ist mit billigen Staatskrediten finanziert. Über kurz oder lang müssen die Landesbanken die Zinsen wieder anheben. Australien hat es vorgemacht - drei mal schon hat die australische Bundesbank ihre Zinsen um 25 Basispunkte auf mittlerweile 3,75% angehoben. Diese Woche haben gleich fünf Zentralbanken ihr nächstes Treffen.
Wer geht nun diesen Schritt der Australier mit - das ist die Frage für die kommende Woche. Nebenbei - die FED trifft sich in zwei Wochen zu diesem Thema!
Was bringt uns der Montag?
Tagesüberblick
Soviel Märkte sind es für heute nicht - genau sieben Märkte geben uns für Montag eine erste Richtung vor. Dass der EURUSD nicht mit dabei ist, liegt auch gerade am Freitag. Dieser Kursrückgang zählte zu einer absoluten Seltenheit.
EUR/USD
Die Volatilitätsübersicht vom ForexBull zeigt es deutlich - die 268 Pips vom Freitag sind Rekord. Normal wären 125 Pips. Doch die Unterstützung hat gehalten - noch gehalten. Im nächsten Chart sehen Sie es besser.
Die 1.4815 stehen, doch das saisonale Hoch ist bald erreicht und seit fünf Wochen schafft es der Euro nicht mehr, die 1.52 an zu testen. Dabei sind die Positionen der Marktteilnehmer aktuell nicht sehr ausgebaut, sowohl die Fonds als auch die Commercials sind weit weg von ihren Rekordpositionen Anfang Oktober.
Was die Volatilität bedeutet dazu möchte ich noch folgendes Beispiel zeigen im USD/CHF.
USD/CHF Volatilität
Gleich um das vierfache wurde der Wert vom Donnerstag am Freitag übertroffen. Hier hätte jede einfache Volatilitäts-Ausbruchstechnik Erfolg gehabt. Eine geringe Volatilität ist immer der Vorbote eines großen Ausbruchs. Es sind nicht viele Gelegenheiten im Jahr, doch die wenigen haben eine Trefferquote jenseits der 80%.
Chancen am Montag!
EUR/JPY
Der ForexBull zeigt einen bearishen Inside Day für Montag. Dazu kommt der JPY in einem Chartbereich, wo eine starke Widerstandslinie Druck auf ihn ausübt. Sie sehen es an den gelben Pfeilen.
Das Tageshoch liegt bei 134.35 und das Tief um die 133.05 - 130 Pips. Dies liegt oberhalb der Erwartung eines Montags.
Entry-Zone: zwischen dem Hoch vom Freitag bei 134.52 und 134.20.
Kursziel: PP - 133.85 und S1 - 133.19
USD/CAD
Hier weisen gleich bearishe Pattern Formationen uns die Richtung. Auch hier wird ein Inside Day für Montag erwartet. Der ForexBull sieht das Tageshoch um die 1.0580 und das Tief bei 1.0450.
Entry-Zone: zwischen dem Hoch vom Freitag bei 1.0594 und 1.0570
Kursziel: PP - 1.0535 und S1 - 1.0475
Die Korrelation zwischen diesen beiden Währungspaaren liegt bei 0.52. Was nun noch fehlt sind die Wirtschaftsdaten.
Das liegt an, mal sehen, was Bernanke von sich gibt!
Good Luck and good Trading!
Mike C. Kock
für FXCM Research
www.Mike-Kock.de
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