Gold - S&P500 - COT Daten Analyse - Mike C. Kock

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Mittwoch, 28. Januar 2009 13:12:00

Seit Tage springen einen die Schlagzeilen aus der Presse über Gold direkt ins Auge. Der Tenor ist wie in der „Welt online“ Ausgabe identisch „Der Euro rutscht ab – Anleger flüchten ins Gold!“ Fast alle Banken sehen Gold bei über 1.500 US Dollar und so müsste das Gold steigen und steigen. Sehen wir uns das Gold genauer an!

Ja, langfristig ist das Gold klar im Aufwärtstrend, doch aktuell kämpft es mit dem Überwinden des 52 – Wochen – Moving Average. Was wir noch klar erkennen ist, dass die Bollingerbänder – die eine grafische Abbildung für die Volatilität sind – sehr weit auseinander gezogen sind. Starke Aufwärtstrends beginnen sehr oft in einer Phase der geringen Volatilität. Sie sehen es an den gelben Kästen. Aus diesen Konsolidierungsphasen entstehen dann große Preisbewegungen.

Um Gold auf Rekordhöhen zu trimmen, muss mehr Ruhe in den Markt kommen und diese ist zur Zeit nicht da. Das war der erste Blick auf Gold – ein reiner technischer Blick. Sehen wir uns nun aber die Positionen der Commercials aus den COT Daten genauer an. Da alle Analysten für Gold extrem bullish sind, sollte sich dies bei den Insidern – den Banken und Goldproduzenten - doch widerspiegeln.

Die Zahlen tun es aber nicht. Nur bei dem 700 US Dollar Preislevel waren die Positionen ganz leicht im Extrembereich. Seit dem nie wieder. Der Markt ist mehr in einer Pattsituation wenn man sich die COT Daten genauer ansieht. Sehen wir uns nur die Käufe und Verkäufe aus der letzten Woche an. 2.632 neue Longkontrakte haben die Commercial erworben, damit haben sie nun 138.931 Verkaufspositionen in ihrem Bestand. Die Fonds verkauften dagegen 3.681 Kontrakte und kommen nun auf 123.937 Longpositionen und die Privaten verstärkten ihre Longpositionen mit 1.049 auf 14.994 Kontrakte. Kurz die Marktteilnehmer die das Geld haben, halten sich zurück!

Da Gold eine Krisenwährung ist, sollten sich die Aktienmärkte und hier im besonderen der S&P500 nach unten orientieren und keine weiteren Kursgewinne anstreben. Sehen wir uns nun also mal den S&P500 genauer an.

Seit Januar 2008 befinden sich das System auf ein Shortposition und seit dem August 2008 sind die Commercials nur noch auf der Verkaufsseite wieder zu finden. Sie setzen also hier aktiv auf weitere Kursverluste in den amerikanischen Aktienmärkten. Jetzt kommt noch hinzu, dass die Fonds auch seit letzter Woche auf fallende Kurse setzen. Der Markt ist hier extrem bearish und nur der Kleinanleger setzt mit der Saisonalität, welche nach oben zeigt, auf Kursgewinne.Von der Aktienmarktseite spricht also vieles dafür, dass Gold steigen sollte.

Diese Beziehung zwischen Gold und dem S&P500 wird auch als eine Korrelation bezeichnet. Der letzte Chart zeigt uns beide Märkte zusammen. Gold ist im oberen Teil zu sehen. Nun fügt sich langsam das Bild zusammen.

Seit Oktober 2008 bewegt sich der S&P500 in einer engen Seitwärtsrange. Gold konnte sich dagegen von seinen Tiefstkursen lösen und nach oben steigen. Mittlerweile ist aber das Gold an einer starken Widerstandszone angekommen und hier benötigt es die volle Unterstützung aller Marktteilnehmer und besonders die Hilfe der großen Fonds. Gold kommt jetzt auch in eine Phase, wo die Preise saisonal bedingt nach unten gehen. Dies wird bis Mitte 2009 anhalten. Wichtig für Gold ist, dass die Unterstützung bei 860 hält und gleichzeitig der S&P500 auf seinen aktuellen Preisniveau bleibt. Damit kommt die erhoffte Verringerung der Volatilität in den Goldmarkt und Gold könnte dann nach oben hin ausbrechen.

Optimal wäre es – der S&P500 fällt auf die 740 Punkte, durchbricht diese und fällt weiter. Die Positionen der Commercials und der Fonds sind darauf ja vorbereitet.

Fazit: für die nächsten Tage ist mit schwächeren Kursen bei Gold zu rechnen. Erst wenn die Volatilität sich normalisiert hat, bestehen gute Chancen für einen starken Preisanstieg bei Gold!

Wenn auch Sie die Märkte mit Hilfe der COT Daten erfolgreich analysieren wollen, dann besuchen Sie doch mein Seminar dazu oder Lesen mein Buch „“25 Märkte – 100 Chancen“ - erschienen im Aktionärsverlag Kulmbach.

Viel Erfolg!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen