Rohstoffanalyse - COT Daten - Gold, Fleischmärkte, Orangensaft, Crude Oil, US Zinsen, S&P500 - KW 07/2009

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Montag, 16. Februar 2009 15:09:00

Zwei Märkte stehen seit Wochen im Mittelpunkt aller Marktteilnehmer – Gold und Crude Oil. Beide sollen Steigen und den vielen Optimisten die Taschen füllen. Bis jetzt gelang es nur dem Gold diese Richtung einzuschlagen, doch immer mehr mehren sich die Anzeichen, dass der Aufwärtstrend bei Gold stark unter Druck gerät. Die Commercials bauen immer weiter ihre Shortpositionen aus und selbst die Fonds halten sich zurück.

Bevor wir uns diesen Markt ansehen, kommen wir zu zwei nicht Rohstoffmärkten – den S&P500 und den 5-jährigen US Zinsen.

S&P500

Zwar ist der Abwärtstrend noch klar und deutlich zu erkennen, doch die Commercials bewegen sich immer mehr auf die Käuferseite zu.
In beiden Kontrakten des S&P500 (Minifutures und der große Futures) kam es zu starken Minimierung der Shortpositionen. Um 15.884 Kontrakte minimierten die Insider beim großen Futures und beim Mini waren es 32.260 Kontrakte. Die Richtung stimmt und zeigt nun seit Wochen zum ersten Mal eine einheitliche Richtung an. Interessant ist, dass die Fonds, welche eine unterschiedliche Positionierung bei diesen Futures haben (Mini = long / der Große = short), bei Beiden die großen Verkäufer waren. Aktuell sind ihre Positionen aber in keinem Extrembereich und so dürfte diese Gruppe noch genügend Kapital haben, um den S&P weiter nach unten zu drücken.
Fazit: Die Commercial waren nach den Taten von Obama positiv eingestellt, das war es dann auch schon, den der Trend ist weiter intakt!

5-jährigen US Zinsen – FV

Warum diese US Zinsen werden Sie jetzt fragen, der Grund ist einfach. Es ist hier eine der seltenen Situationen in einem liquiden Markt entstanden, die man unbedingt aufzeigen muss!

Die Fakten:

  • Aufwärtstrend ist intakt
  • Doppel – Top ist gebildet
  • Kurs zeigt eine große Korrelation zur Saisonalität
  • Die Zinsen sind in den USA auf historischen Tiefstständen

Soweit so gut, doch was brachten die COT Daten an Neues dazu? Die Commercials, die direkt vor einem Jahr richtig die Situation erkannt haben und auf fallende Zinsen gesetzt haben, sind die großen Verkäufer im Markt gewesen. Sie halbierten regelrecht ihre Position um 36.418 Stücke. Sie setzen also auf ein Ende des Aufwärtstrends. Doch wer waren die Käufer? Das waren die Privaten, welche in der letzten Woche 38.586 Kontrakte kauften. Was wissen die Privaten, was die Insider nicht wissen?
Fazit: Eine spannende Situation, da die Bewegung so heftig war, ist für mich der Trend vorbei. Die Positionen der Privaten dienen mir als Kontraindikator und Unterstützen meine Meinung.

Fleischmärkte
Live Cattle

Ein bestehender Abwärtstrend versucht weiter die Kurse nach unten zu drücken. Zu mal die Commercial 9.128 Kontrakte verkauften und somit ihre Netto-Longposition stark verringerten. Sie erkennen es ganz unten im roten Kasten.
Auch wenn die Saisonalität nach oben zeigt und der Markt nach oben auszubrechen. Aktuell sieht es nicht danach aus.

Fazit: die Position ist intakt und er wird wohl noch einmal der Boden getestet werden

Feeder Cattle

Auch hier sind deutliche Parallelen zu den Live Cattles zu erkennen. Der Markt ist vom Sentiment bullish, doch die Commercials minimieren Ihre Longposition.

Fazit: Auch hier ist der Abwärtstrend intakt und der Markt folgt der Saisonalität sehr dicht!

Rohöl – Crude Oil

Obwohl die Commercials ein Verkaufssignal vor knapp zwei Monaten generierten, bauen Sie langsam ihre Shortposition ab und nehmen dadurch etwas Druck aus dem Markt. Das das Öl trotzdem nicht nach oben gehen kann, liegt an den Fonds, welche die großen Verkäufer in diesen Markt waren.

Fazit: Der Markt will zwar nach oben, doch aktuell fehlt noch die Unterstützung von den Fonds. Erst wenn diese auf steigende Kurse setzen, dann geht es nach oben. Für mich ganz gut, denn ich bin short!

Orangensaft – JO

Auch hier ist ein langer bestehender Abwärtstrend vorhanden und die damit verbundene Shortposition meines Systems.
Mittlerweile agieren die Insider aber wie beim Rohöl, sie minimieren ihre Shortposition um weitere 1.146 und haben somit nur noch 1.631 Shortkontrakte in ihrem Bestand. Das der Markt weiter nach unten geht, ist somit nicht die Schuld der Commercials, sondern liegt bei ihren Gegenspielern, den Fonds!

Fazit: Trend und Position intakt!

Palladium

Palladium steigt, das Shortsignal ist im Minus und die Commercials verstärken Ihre Shortkontrakte weiter. Eigentlich ein gutes Signal, wenn ich nicht short wäre und der Markt weiter nach oben will.

Fazit: Noch ist der Durchbruch nach oben nicht geschafft, die Positionen der Fonds weisen aber stark in diese Richtung.

Gold

ja – es geht weiter nach oben und nun steht die 1000er Marke im Visier. 11.123 Kontrakte verkauften die Commercials und bauten damit ihre Shortposition auf 188.712 Kontrakte aus. Bis jetzt kein großer Grund zu Aufregung, waren doch die Fonds die Käufer im Markt, was gesund für einen Trend ist.

Fazit: Die 1000er Linie wird wohl getestet
Das war es wieder von den COT Märkten. Wir sehen uns zu den Währungen am Dienstag wieder!

Viel Erfolg!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen