Rohstoffanalyse - COT Daten - Rohöl - CL, Weizen - W, Zucker - SB, Platin - PL, Lebende Rinder - LC - KW 51

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Montag, 15. Dezember 2008 13:18:00

Das Jahr nährt sich seinem Ende und die neuen Positionen der Markteilnehmer haben einen großen Einfluss auf das kommende Jahr 2009. In den letzten Wochen rücken immer mehr die Getreidemärkte in den Vordergrund. Langsam werden hier neue Longpositionen von den Commercials aufgebaut und immer mehr erreichen diese Nettopositionen im 3 – und 5 Jahresvergleich extreme Höhen. Corn / Mais ist so ein Beispiel aber auch der Hafer, welcher vor einer starken Trendumkehr steht. Nun bedeutet dies aber nicht, dass man sofort in diese IDEE investiert, dafür ist es noch zu zeitig, erst wenn die großen Fonds dieses Marktungleichgewicht bemerkt haben, kann man rechtzeitig in diesen Trend einsteigen.

Weizen

In der letzten Woche stand der Weizen ganz oben auf der Kaufliste der Commercials. 4.169 neue Longpositionen kamen in der letzten Woche hinzu und aktuell sind die Insider mit 40.438 Kontrakten auf neue steigende Kurse eingerichtet.

Doch ein Extrem ist dies noch nicht, dafür müssen noch mehr Longpositionen aufgebaut werden, doch es ein starkes Vorzeichen für einen Trendwechsel. Die letzte Woche selber war ein Inside Day und damit Richtungslos. Der Abwärtstrend ist immer noch intakt und wird auch von den großen Fonds weiter getradet. Bis Ende Mai 2009 ist von der saisonalen Seite keine Veränderung in Sicht, erst dann ist wieder mit einer Unterstützung zu rechnen.

Lebend Rinder – Live Cattle

Der Markt hat alles erreicht, was ein Spekulant sich wünscht, einen dicken Gewinn und rechtzeitig das Signal für eine Trendumkehr! Ich möchte es gleich am Anfang sagen, nehmen sie Ihre Gewinne aus diesem Trade und setzen Sie einen engen Stoppkurs.

Die Positionen der Commercials sind extrem Bullish. Zwar liegt der durchschnittliche Preis bei ca. 78 Cent – und bis dahin ist noch etwas Luft – doch selten sind die Commercials so positiv für einen Markt eingestellt. Von der saisonalen Seite ist bis Ende März mit einer leicht abwärts gerichteten Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Zucker

31.015 neue Kaufkontrakte haben als Ergebnis eine starke Minimierung der Shortposition auf 72.852 Kontrakte hervor gebracht. Die Zahlen klingen sehr gut, doch die Auswirkungen sind fast Null.

Obwohl wir ein zeitlichen Hoch bei der Saisonalität haben, ist die Preisentwicklung mehr seitwärts gerichtet. Da Zucker ja auch ein wichtiger Bestandteil bei der Gewinnung von Bioethanol ist und der Ölpreis immer weiter fällt, ist die aktuelle Bewertung von Zucker nicht so leicht. Bei den aktuellen Ölpreisen vielleicht sogar noch etwas zu teuer und wer nun denkt, dass Zucker viel zu preiswert ist, der irrt auch. Ein Blick auf die Verteilung der Preisentwicklung zeigt dies klar an –

Zucker ist im Mittelfeld. Kurz – bei Zucker ist alles im normalen Bereich und bietet keine außergewöhnlichen Chancen. Hier ist vieles von der Rohölentwicklung abhängig.

Platin

Kurz die Fakten:

  • der Preis verlor mehr als die Hälfte und ist aktuell so günstig wie nie
  • Bodenbildung und
  • die Saisonalität zeigt klar nach oben

Aber alles keine Gründe zum Kaufen. Die Einkäufe der Commercials in der letzten Woche brachte zwar das Platin in den Vordergrund, doch wenn wir uns den nächsten Chart ansehen, erkennen wir noch die Luft nach unten

Erst Preise zwischen 400 und 500 machen Platin wirklich Preiswert.

Der Hauptabnehmer dieses seltenen Edelmetalls ist die Autoindustrie. Die Nachrichten überschlagen sich aktuell an negativen News aus dieser Richtung. So sehen wir nur, dass der Abwärtstrend weiter gesund ist und dies auch von der fundamentalen Seite voll unterstützt wird.

Rohöl

Die gute Nachricht, die Commercials bauen ihre Shortpositionen weiter aus und somit ist keine Trendwende in Sicht.

Interessant ist aber, dass kein Lager – weder die Fonds, noch die Commercials, diese Richtung so richtig trauen. Ihre Positionen sind so minimal, da reicht schon der Verkauf von 15.211 Kontrakten aus, um ganz vorne in den COT Daten genannt zu werden. Auch wenn wir es nicht wahr haben wollen, aktuell zeigt nur die Saisonalität nach oben – mehr nicht!

Das war es wieder von mir - ich wünsche Ihnen viel Erfolg und wir sehen uns am Dienstag wieder zu den Währungen!

Mike C. Kock

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen