Rohstoffanalyse - COT Daten - Zucker, Fleisch, Heizöl - Zinsen und der S&P500 _ KW 02/2009
Montag, 12. Januar 2009 15:33:00
Nicht immer ist es gut,unabhängig von den Aktien- und Zinsmärkten die Rohstoffe zu analysieren. Wer es macht und damit Erfolg hat – gut – doch ich denke das gerade die Intermarketanalysen einen großen Mehrwert für das Verständnis der Positionen an den Rohstoffmärkten bringen.
So möchte ich heute bevor wir zu den Rohstoffen wechseln, einen Blick auf die amerikanischen Zins – und Aktienmärkte werfen, um dort die Positionen der Insider und deren Meinung für die weitere Entwicklung für 2009 heraus zu kristallisieren.
Eurodollar
Definition: „Als Eurodollar werden auf US-Dollar lautende Bankeinlagen mit einer Laufzeit bis zu sechs Monaten bezeichnet, die bei Banken außerhalb der USA liegen. Diese Einlagen unterliegen nicht der Kontrolle und der Mindestreservepolitik der Fed, wodurch höhere Zinsen an die Einleger gezahlt werden können.“
Kommen wir nun zum Chart:
Wir erkennen sehr gut, dass die Marktteilnehmer seit Januar 08 von Zinssenkungen ausgegangenen waren, doch mittlerweile sind beide Lage die der großen Fonds und die der Commercials in den neutralen Bereich gerutscht. Für den aktuellen Gewinntrade ist das Maximum erreicht wurden und ich denke, ich kann diesen mit ruhigen Gewissen schließen. Die saisonale Seite zeigt nach unten und in diesem Fall würde dies wieder höhere Zinsen für den Eurodollar bedeuten.
Dieses zeigen auch die 5 – jährigen Zinspapiere in den USA an!
FY
Die saisonale Seite zeigt nach unten und der Aufwärtstrend verliert eindeutig an Schwung. Dazu kommen noch die Positionen der Fonds, welche auf fallende Kurse setzen. Nur die Commercials sind netto long und damit weiterhin positiv für weitere Kursgewinne in den 5-jährigen Zinspapieren gestimmt. Da immer die Nachfrage den Preis bestimmt und beim aktuellen Zinsniveau des USA dies sich auch nicht so schnell ändern wird, dürften die Insider nicht so falsch damit liegen. Trotzdem empfehle ich sehr kurzfristige Trades für diesen Markt.
Aktuell sind wir long in den FV investiert, in Richtung der Positionen der Commercials! Sollten diese wieder auf die Shortseite wechseln, dann wird es Zeit sich wieder Gedanken um eine Trendumkehr zu machen.
S&P 500
Der Abwärtstrend ist immer noch intakt und die Insider verkaufen zwar beim großen S&P500 10.872 Kontrakte doch dafür gleichen sie diese Verstärkung des neuen Verkaufsdruck mit dem Kauf von 52.154 Kontrakten beim mini S&P500 aus. Es sieht ein wenig wie Spurenverwischen aus.
Aktuell ist alles noch beim Alten, positiv ist der Abbau der Überhitzung des Abwärtstrends, so dass dieser wieder weiter gehen kann. Insgesamt sind die Commercials immer noch EXTREM negativ für steigende Kurse eingestellt und nur die Privaten sind die großen Optimisten, was wirklich kein gutes Zeichen ist.
Insgesamt kann ich zu diesen Märkten nur sagen, sie standen alle auf der Kaufliste ganz weit oben, doch für ein klares Bild – außer beim S&P – fehlen die weiteren Impulse.
Kommen wir zu den Rohstoffen, da diese in der letzten Woche mehr auf der Verkaufsliste waren, fangen wir mit einem Markt an, wo ich trotz allem positiv gestimmt bin – Heizöl!
HO
6.064 neue Shortpositionen wurden von den Commercials in der letzten Woche neu aufgebaut und somit haben sie jetzt 15.654 Leerkontrakte. Nicht von den nackten Zahlen beeinflussen lassen, Heizöl ist zur Zeit nicht ein normaler aktiver Energiemarkt. Die Privaten besitzen die meisten Longkontrakte und sind hier wirklich als ein guter Kontraindikator geeignet. Sehen Sie sich den Chart an...
– Der Jahreswechsel 07/08 dort waren die Privaten short und der Markt ging nach oben! Für einen Trendwechsel haben wir also noch etwas Zeit!
Lean Hogs
Sauberer Abwärtstrend und die Commercials sind netto long aufgebaut.
Doch in der letzten Wochen verkauften sie 5.331 Kontrakte und minimierten damit ihre Longpositionen beträchtlich! Aktuell ist das Sentiment hier bearish und sollte auch noch die nächsten Tage so anhalten. Nichts zeigt auf eine Überhitzung des Marktes hin, wer seinen Gewinn absichern möchte, kann dies mit den Höchstkursen von vor sechs Wochen tun.
Der letzte Markt für heute ist Zucker.
SB
Zucker probiert den Ausbruch nach oben und ist doch gefangen in einer großen Seitwärtsrange. Erst wenn die 13.00 durchbrochen sind, kann der Markt wieder steigen. Doch dies müsste bis Mitte Februar passieren, denn danach kommen wieder schwächere Tage – die Saisonalität zeigt dies sehr gut an. Da die Positionen der Marktteilnehmer nicht gerade stark sind, eher zurückhaltend – bin ich nicht besonders positiv für Zucker eingestellt. Für ein Longsignal müsste Zucker auch den Gleitenden Durchschnitt steigen und dies ist ein langer Weg!
Das war es für die Rohstoffmärkte für diese Woche, Morgen wieder der Blick auf die Währungen!
Viel Erfolg!
Mike C. Kock
www. Mike-Kock.de
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