Rohstoffanalyse – COT Report Heizöl – Benzin – Zucker – Orangensaft – Weizen – Silber KW 18/2009

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Montag, 04. Mai 2009 13:01:00

Da stehen die Energiemärkte wieder im Mittelpunkt der Commercials. Doch aktuell steht nicht der Megatrend nach oben auf der Liste. Vielmehr sind es die Bemühungen den Preis langsam wieder in diese Richtung zu bewegen. Wir dürfen nicht vergessen, die Preis im Erdöl bringt viele Länder in finanzielle Schieflagen. Aber auch so wichtige Investitionen für die Zukunft sind bei diesen niedrigen Preisen nicht machbar. Viele Neubauprojekte stehen vor dem Aus. Von 160 Projekten sollen ca. nur noch 30 weiter verfolgt werden. Das heißt: nur knapp 20 % der geplanten Projekte werden umgesetzt. Hier entsteht ein gewaltiger Investitionsstau. Kein Wunder also, dass sich die Insider auf der Kaufseite in den Energiemärkten positionieren.

Doch große Positionen in den Energiemärkten sehen anders aus! Sehen wir uns das Heizöl genauer an.

Heizöl

Keiner hat den Mut, aktiv in den Markt einzusteigen. Obwohl die Perspektive traumhaft aussieht. Die Fonds minimieren weiter ihre Kaufpositionen und rechnen damit wohl nicht mit einem Trendwechsel. Die Commercials waren die stärkste Käufergruppe in diesem Markt. Der durchschnittliche Preis beim Heizöl liegt bei rund 87 US$ für das Barrel. Kurz es ist noch viel Luft bis dahin. Was die Preise aber stabilisieren sollte, ist der Beginn der Kaufsaison beim Heizöl. Der Winter ist endgültig vorbei und die leeren Tanks müssen wieder gefüllt werden. Die steigende Nachfrage sollte die Preise heben.

Fazit: Trotz Shortsignal und Shortposition – es ist wahrscheinlicher, dass die Preise steigen. Von der Saisonalität ist volle Unterstützung zu erwarten!
Benzin

Aktuell hält der Widerstand bei 1.5640 noch! Positiv für die Shortposition sind auch die Verkäufe der Fonds, welche 5.268 Longkontrakte verkauften und somit nun nur noch über 42.911 Kaufpositionen verfügen. Die Saisonalität zeigt aber klar nach oben und auch die Commercials finden sich auf der Kaufseite wieder. Sie minimierten ihre Shortposition um 5.244 Kontrakte. Doch noch immer sind sie mit 45.043 Shortkontrakten die Bären im Benzinmarkt.
Vielleicht sollten wir nicht vergessen, dass der Durchschnittspreis hier bei rund 91 Cent liegt und auch in der Forwardkurve sehen wir eine Contango-Situation. Kurz – aktuell herrscht keine Kaufpanik in den Lagern. Die Einbrüche bei den Autoverkäufen lassen auch nicht auf eine zu starke Nachfrage der Autofahrer schließen.

Fazit: Shortposition – volle Lager – kaum Nachfrage und doch eine steigende Saisonalität!
Zucker
24.115 Shortkontrakte verkauften die Commercials und verstärken damit ihre Shortposition auf 161.094 Kontrakte. Sie sind damit klar die Bären im Zuckermarkt, doch eine extreme Positionierung haben sie dabei noch nicht erreicht. Die Bullen sind schnell genannt, die Fonds mit 140.758 Kontrakten und die Privaten mit 20.339 Kontrakten. Beide haben auch in der letzten Woche starke Zukäufe getätigt.
Sie sehen es im SB2-067 Kontrakt sehr gut.

Beim Chart sieht es wie folgt aus:

Die Shortposition wurde ausgestoppt, der Zuckermarkt hat den Moving Average von 52 Wochen nach oben durchbrechen können.
Das nächste Kursziel sind die 15.47 Cent pro Pfund.

Fazit: Der Markt ist sauber ausgebrochen! Die Commercials sichern sich diese Preise ab und die eigentlichen Trendtreiber die Fonds kaufen weitere Kontrakte hinzu. Die 16,46 Cent sollten kein all zu fernes Ziel sein!
Orangensaft

Viel gibt es nicht wirklich über gefrorenen Orangensaft zu berichten. Wir haben immer noch einen aktiven Abwärtstrend und eine aktive Shortposition. Die Umsetze in der letzten Woche waren nicht gerade stark und so konnten wir wieder etwas Luft nach unten gewinnen. Aktuell sind die 91.25 nicht zu durchbrechen, was wir gut im Chart erkennen.

Doch ob wir die 69.00 erreichen, wage ich auch zu bezweifeln.

Fazit: Trotz Shortposition – eine Pattsituation im Markt!
Weizen

Das saisonale Tief ist ende Mai und damit bald erreicht. Die Commercials sind seit einem Jahr netto Long und stützen somit den Weizen vor weiteren Kursverlusten. Trotzdem verkauften die Insider 3.799 Kontrakte und minimierten somit ihre Longposition auf 35.109 Kontrakte. Langsam bauen auch die Fonds ihre Shortpositionen ab und könnten damit den Weizen nach oben treiben.
Ziel sind aktuell die wichtige Marke von 600 Cents pro Bushel. Werden diese durchbrochen, kann eine Trendwende eingeleitet werden.

Fazit: Gute Aussichten für den Weizen – doch aktuell ist eine aktive Shortposition im Markt!
Silber

Der Chart zeigt es sehr gut an, die Shortposition ist kurz vor dem Ende, wenn nicht die 1172,50 nach unten durchbrochen werden. Aktuell ist diese Unterstützung scharf im Markt.
Die Commercials sichern sich diese Preise mit ihren Shortkontrakten natürlich ab und traditionell sind die Fonds und die Privaten die Daueroptimisten bei Silber. Was noch gegen steigende Kurse spricht, ist die Saisonalität, welche bis August von einem schwachen Silbermarkt ausgeht!
Fazit: aktuelle Shortposition!
Das war es wieder von den Rohstoffmärkten. Am Dienstag wieder der Blick hinter den Währungen!
Viel Erfolg!

Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen