Rohstoffanalyse - COT Report - Spread Trading - mit Gold und Silber!

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Dienstag, 15. September 2009 14:08:00

USDA Bericht

Mittlerweile werden die Zahlen für die neue Getreideernte immer besser, die USDA hebt die Erwartungen um 193 Millionen Scheffel weiter an. Hält diese Tendenz weiter an, so wird dies die beste Ernte sein, seit dem die Zahlen von der USDA erfasst werden. Der durchschnittliche Ertrag an Getreide pro Acre liegt aktuell bei 161.9 Scheffel. Im August waren es noch 159.5 Scheffel pro Acre.

Die Preise von Weizen und Mais werden in den Frontmonaten also weiter unter Druck geraten. Unterstützend ist aber die positive weltweite Nachfrage an Weizen. Die günstige US Dollarkurs und die tiefen Einkaufspreise machen es möglich.

Was immer mehr zu einem bestimmenden Faktor im Getreideverbrauch wird, ist die Herstellung von Bioethanol. Für den Zeitraum 2009 bis 2010 werden 4.2 Milliarden Scheffel Getreide dafür benötigt, im Jahr davor lag diese Zahl noch bei 3.67 Milliarden Scheffel. Sollte also das Rohoil wieder steigen, dann wird auch der Bedarf an Bioethanol ansteigen.

Sojabohnen

Die Angst vor einer weiteren Verknappung wird auch hier von Woche zu Woche kleiner, denn die USDA kann auch hier die Ernteaussichten in Form von Zahlen weiter anheben. Die amerikanische Farmer produzieren 3.245 Milliarden Scheffel an Sojabohnen in diesem Jahr. Was einen durchschnittlichen Ertrag von 42.3 Scheffeln pro Acre erwarten lässt. Im August lag diese Zahl noch bei 41.7 Scheffel/Acre. Dies ermöglicht es nun sogar den USA, die erhöhte Exportnachfrage positiv zu sehen. Die Lagerbestände haben sich nicht weiter groß verändert

Fleischmärkte

Die Lean Hogs leiden unter den Handelsdisput zwischen den USA und China, dazu kommen noch die schwächeren Getreidepreise. Auch der Grippevirus H1N1 – welche kurz und knapp als Schweinegrippe bezeichnet wird, verursacht ein weiteres Sinken der Nachfrage an Schweinefleisch!

Bei den Live Cattle ist eine Unsicherheit wegen der kurzfristigen Nachfragesituation im Zusammenhang mit dem aktuellen Viehbestand eingetreten. Es wird weniger bestellt oder gekauft und wie groß sind die aktuellen Rinderherden in den USA?

COT Report – die Einkaufsliste

Wir sehen uns heute den Sojamarkt genauer an, denn alle drei Produkte finden wir auf der Liste wieder.

Sojabohnen

Die Entspannung am Soja Markt ist gut im Chart zu erkennen, es geht langsam nach unten. Nun wird die Unterstützung bei 8.82 US $ getestet und sehr wahrscheinlich auch durchbrochen. Bis Oktober zeigt auch die Saisonalität auf schwächere Kurse.

Fazit: bearish mit 8,20 US$ als Kursziel

Sojamehl – SM

Das Sojamehl hält schon seit Wochen auf diesem hohem Niveau, doch ein weiteres Nachlassen der Sojabohnenpreise wird auch hier zu einer Preiskorrektur nach unten führen. Dabei spielt die Unterstützung bei 260 Cent eine wichtige Rolle. Wird diese Durchbrochen, dann ist der Weg frei! Ab Anfang Oktober zeigt dann die Saisonalität wieder nach oben und bis dahin haben wir Zeit für eine Shortposition im Sojamehl.

Fazit: Bearish – Unterstützung liegt bei 260 Cent!

Bean Oil - BO

Der Vorteil hier ist, der Preis ist schon am Boden und sollte kaum noch tiefer fallen. Wichtig dafür ist das Halten der Unterstützung bei 32,80!

Fazit: hier bildet sich eine gute Chance für das Spread Trading – BO Dez gegen SM Dez!

Der Chart dazu:

Die Position macht um so mehr Sinn, wenn Sojamehl durch seine Unterstützung fällt! Das Tradingfenster von der Saisonalität ist sehr kurz, unterstützt aber komplett diese Tradingidee vom mir!

COT Report – Verkaufsliste!

Ganz weit oben steht das Gold und das Silber – sehen wir uns nun diese beiden Werte an!

Gold

Das Gold mittlerweile schon mehrfach über die 1000 US$ Marke war und aktuell auch wieder ist, brauchen wir nicht weiter auszuführen. Nur was mich hier sehr nachdenklich stimmt, sind die Extrempositionen der beiden wichtigsten Marktteilnehmer – die Fonds und die Commercials.

Sehen Sie sich bitte die Bereiche A, B und C an. Überall haben wir solche Extrempositionen gehabt. Bei A war das positiv, den da ging es weiter nach oben – B nicht so optimal, hier haben die Fonds ihre Positionen minimiert und aktuell haben die Fonds wieder die Aufgabe, den Preis weiter nach oben zu treiben. Stellt sich die Frage – haben Sie das Kapital und das Vertrauen dazu!?

Fakt ist, seit den letzten drei Jahren waren die Positionen der Marktteilnehmer noch nie so groß gewesen und auch nicht die Euphorie in den Presse. Gold steigt und das Ziel von 1.250 US$ behalte ich bei, doch aktuell benötigen wir frisches Kapital in diesem Markt!

Fazit: Bullish – wenn auch mit Bedenken!

Silber

Auch im Silber sind große Positionen aufgebaut worden, auch hier werden neue Kurshöhen erreicht und alte Widerstände durchbrochen. Der Unterschied hier ist aber, dass hier keine extremen Positionen im Spiel sind und daher von allen Marktteilnehmer noch genügend Kapital in diesen Markt fließen kann und wird! Wir hatte im Februar und Juli 2008 größer Positionen im Silbermarkt und beide führten zu einer Trendwende letztendlich. Es ist viel Luft nach oben noch möglich und ein Kursziel von 19 US Dollar kling utopisch ist es aber nicht.

Fazit: Ich ziehe Silber dem Gold aktuell vor!

Das war es wieder von den Rohstoffmärkten – zwar nur ein kleiner Blick hinter die Kulissen, doch ein sehr interessanter Blick dafür!

Wir sehen und lesen uns am Wochenende wieder!

Good Luck and good Trading!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen