Währungs - und Forexanalyse – COT Report Dollarindex, Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen KW 14/200

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Dienstag, 07. April 2009 14:17:00

Die Währungsmärkte verharren immer noch in der Schwebe, keine Währung möchte in eine endgültige Richtung einschlagen und damit einen breiten Trend auslösen. In Europa stehen die nächsten Zinssenkungen bevor, die G20 Staaten versuchen gemeinsame Ausgang aus der Krise zu finden. Geredet wird viel, doch an wahren Taten mangelt es. Interessant ist, dass gerade die Währungen diese Unsicherheit widerspiegeln. Beachten Sie einfach die aktuellen Positionen der Marktteilnehmer und vergleichen Sie diese mit Zahlen aus den letzten Jahren. Selten waren die Positionen so klein.

Dollarindex
Die größte Position mit 6.667 Longkontrakten halten die Fonds, im September 2008 waren es noch über 37.000 Kontrakte. Von Optimismus kann hier nicht die Rede sein. Die Insider sind negativ eingestellt, sie halten 5.263 Shortkontrakte in ihrem Bestand.

So kommt der Dollarindex nicht wirklich von der Stelle. Aktuell orientiert er sich ein wenig an der Saisonalität, doch der Weg nach oben ist bei 89.42 versperrt und auch die 80.90 sehen wie eine starke Unterstützung aus.

Fazit: Das System ist long – doch bei dieser geringen Beteiligung hat es nicht wirklich eine starke Aussage. Bis August geht es Seitwärts, danach zeigt die Saisonalität nach unten. Anders ausgedrückt, der Dollar ist nicht unbedingt stark.

Euro
Das was die Commercials beim Dollarindex an Kontrakten halten, dies haben sie locker in der letzten Woche verwendet, um ihre Shortposition beim Euro auszubauen. 7.439 neue Kontrakte verkauften sie und haben nun aktuell 13.764 Leerpositionen im Bestand.

Doch eine große Verbesserung des Bildes beim Euro hat es nicht gebracht. Kein Wunder im Mai 2007 waren es über 141.000 Shortkontrakte! Zwar hat die EZB den Leitzins um 25 Basispunkte auf 1.25 Prozent gesenkt, doch dies war schon lange eingepreist im Chart.
So sind der Widerstand bei 1.3849 und die Unterstützung bei 1.2488 die einzigen beiden Anhaltspunkte für diese Woche. Die Saisonalität zeigt erst ab Juli wieder eine klare Richtung an – die nach nach unten. Nur bis dahin ist mehr das Swing - und Vola – Trading angesagt, als ein Trendfolgesystem.

Fazit: Aktive Shortposition, wahrscheinlich werden die 1.3849 getestet werden.

Schweizer Franken
Die Zinssenkung der EZB brachte keine großen Veränderungen hervor, doch die Idee des Schweizer Franken als „Fluchtwährung“ scheint auch vorüber.

Die größte Positionen halten die Fonds mit gerade 4.411 Shortkontrakten. Die Commercials sind dagegen auf der Kaufseite mit ganzen 828 Kontrakten zu finden. Zum Vergleich, im Juni 2007 waren es über 93.000 Kontrakte.
Ehrlich gesagt, kann hier keiner mehr von einem liquiden Markt sprechen, die sehen anders aus.
Die großen Optimisten beim Schweizer Franken sind die Privaten. Insgesamt ist der Markt vom Sentiment bearish eingestellt. Bis Anfang Juni zeigt in diese Richtung auch die Saisonalität, danach könnte es wieder nach oben gehen. Was dazu fehlt, sind aber die Marktteilnehmer!

Fazit: Nach oben ist der Moving Average als Widerstand aktiv und die 0.8411 sollten eine Unterstützung darstellen. Insgesamt ist der Markt aktuell nicht zu empfehlen, da die Commercials diesen Markt verlassen haben.

Japanische Yen
Das ist der aktivste Währungsmarkt von der Kontraktanzahl her. Die Commercials haben auf Ihre Habenseite 16.178 Kontrakte stehen. Sie verstärkten in der letzten Woche ihre Position um weitere 2.930 Kontrakte. Doch der Markt ist nach unten durchgebrochen. Die 1.0129 haben nicht gehalten und auch nicht der Moving Average als Unterstützung. Nun sind die 0.9818 als Unterstützung gefragt.

Fazit: Zwar haben aktuell die Fonds den Markt in ihrer Hand und drücken diesen weiter nach unten, doch im August 2008 war diese Situation ähnlich und der Yen stieg darauf nach oben.

FOREX

EU-CHF

Die 1.5309 stehen wieder auf der Wunschliste, doch dieser Widerstand ist offensichtlich sehr stabil. Zwar hat die Zinssenkung in der letzten Woche den Euro wieder leicht nach oben gebracht, doch auf den folgenden Chart erkennen Sie den aktuellen Trend.

Er ist nach unten gerichtet. Werden nun die 1.5194 durchbrochen, werden die 1.5066 noch einmal getestet. Doch positiv ist die Flaggenformation, welche oft ein bullishes Signal darstellt. Der Ausbruch nach oben sollte dann bis 1.5447 erfolgen.

Fazit: Die Saisonalität zeigt nach oben, die Chartformation ist leicht bullish – es bietet sich ein Vola Ausbruchansatz an.

EU – JPY

Insgesamt der bessere Markt. Die 129.69 halten und die Dynamik ist nach oben gerichtet. Doch im kurzfristigen Chartfenster sieht es etwas kritischer aus – aber auch nicht mehr.

Der Widerstand bei 135.75 hat erst einmal gehalten. Negativ sind auch folgende Punkte:

  • die Saisonalität zeigt nach unten
  • der PercentR hat gedreht und zeigt auch nach unten

Ich erwarte jetzt eine längere Korrekturphase. Ab Mai kann es dann weiter nach oben gehen, dann stehen die 142.62 im Visier.

Das war es wieder von der Währungsmärkten. Wir sehen uns nächste Woche am Dienstag wieder!
Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen