Währungsanalyse - COT Daten - Euro, DollarIndex, Schweizer Franken, Japanische Yen - FOREX - EU_CHF, EU_JPY - KW 52, 2008

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Dienstag, 23. Dezember 2008 11:52:00

DollarIndex

Oft geht es bei den Währungen einfach nur schnell und dies sieht man wieder aktuell beim DollarIndex. Die so wichtige Unterstützungslinie bei 80.99 wurde massiv getestet und wer den Schlußkurs vom Freitag nicht abwarten konnte wurde sehr tief beim Kursziel von 79.98 ausgestoppt. Die Commercials minimierten ihre Shortpositionen, um mehr als die Hälfte mit 9.304 Kontrakten und haben nun nur noch 6.938 Shortkontrakte im Bestand.

Der Chart zeigt auch die Unsicherheit der Marktteilnehmer – viele Kontrakte sind nicht wirklich zur Zeit investiert und nur eine erste Tendenz zur künftigen Dollarstärke lässt sich erahnen.

Fazit: Bis zum Ende des Jahres 2008 wird es keine großen Veränderungen mehr geben. Die saisonale Richtung zeigt nach unten und wird in den nächsten Wochen ihr Tief finden.

Euro

Unser Fazit aus der letzten Woche traf exakt zu: „Er steigt, doch diese Bewegung wird nicht von den starken Marktteilnehmern unterstützt. Dadurch ist eine hohe Volatilität in den Markt – mit vielen GAPS. Für das Trading ein sehr zweischneidiges Schwert!“

Ein Spiegelbild vom DollarIndex! Nur wurde hier der Kurs nach oben kräftig abgeklopft und für nicht stark genug betrachtet. Zugegeben die 1.4780 wären zu viel des Guten gewesen und so haben die Commercials ihre alten Netto-Long-Positionen in eine reine Shortposition (aktuell Position: – 2.688 Kontrakte, das ist eine Veränderung von – 10.442 Kontrakten) gedreht! Dafür wechseln nun die Fonds und die Privaten auf die Kaufseite über und unterstützen den Euro. Doch so richtig positiv sieht es nicht aus, die Unterstützung von 1.3363 muß halten, sonst wird das alte Tief bei 1,2400 wieder getestet.

Fazit: Immer noch Ruhe bewahren, es gibt aktuell klarere Märkte zum Trading!

Euro vs CHF

aus der letzten Woche: “...die 1,6000 sind das nächste Kursziel und auch der nächste Widerstand. Als Unterstützung dient jetzt die Zone um 1,5558...“ Der Widerstand war stark genug und die Unterstützung schwach genug, um nun wieder Kursziele von 1,5000 realistisch erscheinen zu lassen.

Werden die 1.5080 durchbrochen, kommt die alte „Rote Variante“ wieder in Betracht! Ein Blick auf den langfristigen Chart zeigt es klarer an – der Euro hat wieder die Führung wieder verloren!

Die langfristige Unterstützung bei 1.5259 wurde noch einmal durchbrochen und damit ist der Weg frei für einen starken Franken. Fazit: Ein ständiges auf und ab bringt die Unsicherheit des Marktes sehr deutlich ans Licht. Der Weg zu Kursen von 1.4600 ist nun wieder frei!

Schweizer Franken

Ein großer Ruck ging letzte Woche in den Wechselbeziehungen der Währungen zu den US-Dollar. Wir haben es beim Euro schon gesehen und auch der Schweizer Franken macht hier keine Ausnahme. Traumkurse von über 0.9367 wurden erreicht, um anschließend

massiv wieder nach unten gedrückt zu werden. Unser Fazit aus der letzten Woche, dass bei Kursen über 0,8779 die Fonds noch mehr Longpositionen aufbauen war richtig. Ein Plus von 8.763 Kontrakten zeigt dies deutlich an. Doch dies reichte nicht aus. Die Commercials verkauften 17.330 Kontrakte und haben jetzt nur noch 1.765 Longkontrakte auf der Habenseite. Diese massive Verkauf löste dann auch der hohen Verkaufsdruck aus.

Fazit: Wenn jetzt die Fonds nicht massiv auf die Longseite wechseln, verliert der Schweizer Franken wieder zum US-Dollar! Doch vom Sentiment ist der Markt baerish.

Japanische Yen

Hier ist die Analyse aus der letzten Woche aktuell! Das Fazit aus der letzten Woche traf exakt zu: “ der Yen steigt und Druck von seitens der Commercials wird immer größer, die Privaten sind nicht wirklich eine beruhigende Unterstützung für diesen Aufwärtstrend.“

Doch die Commercials minimierten ihre Shortpositionen um 18.739 Kontrakte und nehmen damit etwas den Druck aus den Markt heraus. Da die Fonds sich fast neutral verhalten haben, waren die Privaten die großen Gegenspieler. 16.861 Kontrakte verkauften sie und haben nur noch 7.562 Longpositionen.

Fazit: Der Markt ist immer noch etwas überhitzt und sollte mit Abstand beobachtet werden. Da die Saisonalität nach unten zeigt und der Widerstand bei 1.3161 sehr stark ist, ist die Wahrscheinlichkeit höher, mit Abwärtskursen oder leicht seitwärts.

Euro vs. JPY

Auch hier gewinnt der Euro wieder mehr an Stärke. Der Abwärtstrend hat an Stärke verloren und der Kurs geht nun mit der Saisonalität nach oben. Doch für steigende Kurse muß der Widerstand bei 130.84 durchbrochen werden, erst dann ist der Euro wieder im sicheren Hafen. Auf dem Langfristchart erkennen Sie es sehr gut, nach oben ist ein Deckel darauf!

Für das kurzfristige Zeitfenster sehen wir auf folgenden Chart:

Wir sehen sehr gut, wie stark der „Deckel“ bei 130.84 ist. Von der saisonalen Seite haben wir noch Luft nach oben. Stellt sich nur die Frage, ob es noch einmal zum Testen des Widerstandes kommt oder nun nach unten der Bereich ausgelotet werden. Wichtig für den Euro ist nun das halten der Unterstützung bei 113.53. Werden diese durchbrochen, sind Kurse unter 100 auf der Zielliste des Yen!

Das war es wieder von den Währungsmärkten!

Mike C. Kock

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen