Währungsanalyse - COT Daten - Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen, DollarIndex

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Dienstag, 04. November 2008 12:36:00

Die neue Stärke des US Dollars – nur eine Schwalbe oder bricht für die USA wieder der Sommer aus?

Das Treffen zwischen dem russischen Premier Wladimir Putin und seinem chinesischen Amtskollegen Wen Jiabao im Oktober diesen Jahres war nicht nur in Bezug auf auf die neue wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Länder sehr interessant – nein auch die Leitwährung des US-Dollars wurde offen in Frage gestellt.

Die Presseagentur - RIA Novosti meldete dass Jiabao erklärte, mit gemeinsamen Anstrengungen würden Russland und China der Weltfinanzkrise die Stirn bieten können. Putin seinerseits forderte auf, auf die Verwendung des US-Dollars im Handel zwischen beiden Ländern zu verzichten. Es ist nicht das erste Mal, die gegenseitige Verrechnung mit dem US-Dollar zu durchbrechen. Im November 2007 gab es schon ein entsprechendes Rahmenabkommen zwischen Russland und China. Doch auch die Länder Iran, Weißrussland, Venezuela und sogar die Staaten der OPEC suchen nach einer stabileren Leitwährung.

Doch aktuell gewinnt der US-Dollar weiter an Stärke. Viel wird davon abhängen, wie die zukünftige Außenpolitik der USA sein wird und gleichzeitig auch ihr Bemühen, die hohe Staatsverschuldung zu senken. Das der Euro noch nicht das Vertrauen der Wirtschaftszentren besitzt, erkennt man aktuell an der Wertentwicklung sehr deutlich. Vertrauen basiert immer auf eine stabile Politik und Wirtschaft, doch beides wird im Euro-Raum stark vermißt! Doch dies war nur eine Meinung, lassen wir nun die Fakten von den Märkten für sich sprechen.

Der US Dollar verlor in der letzten Woche wieder etwas von seiner Stärke – ist dies die Trendwende?

Welche Punkte sind wichtig?

  • aktuell ist der Trend intakt und weiter nach oben gerichtet.
  • folgenden zwei Faktoren kommen hinzu,
    • Positiv die 7.415 neue Longkontrakte von den Commercials (aktuelle Position: - 20.116 Shortkontrakte), welche damit an einer weiteren Stärkung glauben.
    • Negativ - die saisonale Seite, welche klar nach unten zeigt!
  • Die alte Widerstandslinie bei 84,93 ist jetzt die Unterstützungszone und muss halten, sonst geht es wieder abwärts.

Euro – bei dieser US-Dollar Stärke fällt er doch weiter?

Welche Punkte sind wichtig?

  • Positiv - die Commercials mit ihren Netto long Positionen und die saisonale Seite zeigen nach weiterhin unbeirrt nach oben.
  • Doch die Commercials minimieren ihre netto Positionen um weitere 638 Stücke.
  • Interessant ist aber, dass die Fonds diesen Abwärtstrend nicht weiter voll ausspielen und letzte Woche sogar ihre Shortpositionen um 1.568 Kontrakte minimierten.
  • Unterstützungslinie: wird 1.2500 durchbrochen so stehen die 1,1437 als nächstes Etappenziel im Visier der Trendfolger, doch bedenken wir: 1,2500 war das Preisniveau, wo der Euro zu seinem Höhenflug ansetzte und stellt somit eine sehr entscheidende Unterstützung dar!

Schweizer Franken, hat es seinen Halt gefunden?

Zwar sind die Commercials netto-long. Doch sie minimieren weiter ihre Longpositionen um 1.736 Stück. Für die großen Fonds dagegen scheint der erste Schwung heraus zu sein, denn sie sind mit 1.606 Kontrakten in Kaufstimmung – ob nun Gewinnmitnahme oder Aufbau der ersten Longpositionen, das stellt sich noch heraus.

Insgesamt aber noch die gleiche Situation wie in der letzten Woche, die Unterstützungslinie muss halten und somit ist der Schweizer Franken weiter unter Druck!

Japanische Yen

Lassen Sie uns zum Schluss wieder einen Blick auf den japanischen Yen werfen, er ist weiter nach oben gestiegen und hat den Widerstand durchbrochen, kehrte zurück und was nun? Der Markt war stark überhitzt, die Korrektur wurde nach unten eingeleitet. Diese wird dann auch noch von der saisonalen Seite unterstützt.

Fazit: hier erstmal abwarten in welche Richtung und wie weit der Yen läuft!

Das war es – wir sehen uns wieder in der nächsten Woche!

Mike C. Kock

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen