Währungsanalyse – COT Daten – FOREX Dollarindex, Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen KW 13/2009
Dienstag, 31. März 2009 13:34:00
Kaufsignal beim Dollarindex! Shortposition beim Euro und Longposition im Yen – wird der US Dollar nun wieder stärker oder kommt die neue Weltwährung mit Golddeckung? Über die Möglichkeiten einer Weltwährung zu sprechen, bin ich nicht in der Lage, doch die aktuelle Entwicklung der Währungsmärkte zu analysieren schon. Fangen wir an!
Dollarindex
Die Commercials halbierten fast ihre Shortposition und lösten damit ein Kaufsignal aus. Der Dollarindex gewann in der letzten und in dieser Woche an Boden. Doch ob dies schon so bestimmende Zeichen sind, wage ich zu bezweifeln. Ein Blick auf die COT Daten macht es deutlich, die Positionen der Marktteilnehmer sind minimal.
6.716 Kontrakte stehen sich gegenüber. Das ist nur ein Tropfen im Meer – das ist gar nichts.
Fazit: Das Longsignal wurde am Montag ausgelöst, doch das Sentiment ist bearish! Entscheidend für dieses Signal sind der erste Widerstand bei 86.91 und der große Widerstand bei 89.42. Werden diese durchbrochen, dann kann man wirklich von einer Trendwende sprechen. Doch bis dahin …
Euro
Die Commercials drehten ihre Longposition mit 8.516 Kontrakte in den Shortbereich. Nun haben sie 6.325 Shortkontrakte in ihrem Bestand. Die großen Optimisten in diesem Markt sind die Privaten, diese halten 11.783 Longpositionen. Doch hier ist Vorsicht angesagt, die Privaten sind ein sehr guten Kontraindikator für eine Marktentwicklung. Zum Glück sind keine dieser Zahlen in einem Extrembereich, so das noch alle Seiten genug Material zum Verheizen haben. Im Chart sehen wir es sehr gut, die 1.3849 wurden nicht erreicht.
So schwebt der Euro zwischen 1.2488 und 1.3849. Der Shortposition kann es nur recht sein.
Fazit: Pattsituation und diese wird auch von der saisonalen Seite bis August angezeigt.
Schweizer Franken
Waren die Commercials vor zwei Wochen noch mit über 14.000 Kontrakten auf der Kaufseite zu finden, so haben sie in der letzten Woche „drastische Einsparungen“ vorgenommen. Sie verkauften 12.561 Kontrakte und sind jetzt nur noch mit 1.458 Kontrakten long. Auch hier ist das Bild sehr ähnlich mit den anderen Märkten –
der Markt ist praktisch trocken und keiner der großen Marktteilnehmer möchte auf der falschen Seite erwischt werden. Die Fonds haben noch die größte Position mit 3.148 Shortkontrakten.
Fazit: Die Verunsicherung über die weitere Entwicklung der Währungsmärkte spiegelt sich im Schweizer Franken sehr deutlich wieder!
Wer die Währungsmärkte zur Zeit aktiv handeln möchte, dem empfehle ich die „Volatilitäts-Strategie“. Beachten Sie die Phasen der geringen Volatilität und die großen Ausbrüche danach. So haben Sie sehr gute Chancen, die wirklich starken Bewegungen zu handeln.
Japanische Yen
Eigentlich ist hier in der letzten Woche nicht all zu viel passiert. Die Commercials haben immer noch die größte Longposition und die Fonds bauen ihre Shortseite weiter aus. Dies hat den Yen etwas nach unten gedrückt, doch nicht weit genug, um die Shortposition zu schließen.
Von der saisonalen Seite geht es weiter nach unten und auch das Sentiment ist für den Yen bearish. Wenn die 1.0129 halten, dann werden die 1.06 erreicht werden.
Fazit: Der Yen hat eine entscheidende Woche vor sich – hält die Unterstützung oder nicht.
FOREX
EU-CHF
Der langfristige Chart zeigt es sehr gut, der Schweizer Franken ist wieder stärker geworden. Zugegeben die Probleme im Euroraum sind ja auch nicht geringer seit der letzten Woche. Die Zinssenkung steht noch aus und genau diese Unsicherheit spiegelt sich auch mit Tageschart wieder.
Seit dem Sprung nach oben, kommt der Kurs Schritt für Schritt wieder zurück. Wichtig ist nun hier die Unterstützung bei 1.5066 – hält diese – super, doch wenn nicht …
Euro – Japanische Yen
Auch hier hat der Euro etwas von seiner Stärke eingebüßt. Doch rein technisch gesehen, besteht nun die Möglichkeit eines Durchbruchs bei 129.69.
Der PercentR zeigt nach oben und wenn er nicht zurück geht, dann stehen langfristig die 142.62 im Visier. Doch bis dahin ist es noch weit und das kleiner Zeitfenster sieht nicht so positiv aus.
Die 130.39 wurden super durchbrochen und mit der saisonalen Seite ist das Potential jetzt da, die 126.08 zu testen. Luft ist bis 121.72!
Fazit: Bevor es weiter nach oben geht,wird erst einmal zurück geschaut! Gefährliche Situation!
Das war es wieder von den Währungsmärkten und von mir! Wir sehen uns in der nächsten Woche wieder. Bis dahin – viel Erfolg und Glück!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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