Währungsanalyse - COT Daten und FOREX - Dollarindex, Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen - KW 08/2009
Dienstag, 24. Februar 2009 14:42:00
Die Börsen geben immer weiter nach und die schlechten Nachrichten überschlagen sich förmlich. Jeder Nachrichten Agentur übertrumpft sich mit einer neuen „Horror“-Meldung. Mittlerweile ist der DAX unter 4000 Punkten und die Erkenntnis, dass die Insider mit Ihren Short – Positionen seit Dezember 2007 wieder mal richtig lagen, tut vielen Anlegern Geld mäßig richtig weh! Doch wie sehen die COT Daten bei den Währungen aus? Halten sich die Commercials / Insider der Märkte immer noch zurück? Wann gehen die Trends wieder los? Fragen, Fragen, Fragen! Am Besten wir fangen einfach an.
Dollarindex
Die 89,42 stehen groß im Visier der Marktteilnehmer! Die Commercials bauen ihre Shortpositionen weiter auf 15.554 Kontrakten aus. Dafür übernehmen nun die Fonds wieder das Ruder und versuchen den Dollarindex weiter nach oben zu treiben. Doch die 89,42 sind ein schwerer Widerstand und die große Unterstützung von seitens der Saisonalität ist nicht da. Ab August ist es dann mit ihrer Hilfe dann vorbei, bis dahin kann es durchaus weiter nach oben gehen.
Fazit: Immer noch keine großen Positionen der Marktteilnehmer, immer noch eine Zurückhaltung aller. Die 89,42 werden erst mal halten, falls doch nicht – dann ist es DAS Kaufsignal.
Euro
Ein bestehendes Shortsignal macht es schwer, diesen Markt fair zu analysieren und ehrlich, es macht auch keinen Sinn. 8.520 neue Longkontrakte kauften die Commercials und verdoppelten damit ihre Longposition auf 15.078 Kontrakten. Zwar ist die immer noch kein Extrembereich, doch so langsam scheinen sich die Meinungen für den Euro zu drehen. Die Fonds setzen weiter auf den Abwärtstrend. Doch die Privaten sind vollends überzeugt, dass der Euro zu teuer ist.
So schwebt der Kurs ein wenig in der Luft um her und findet keine klare Richtung.
Fazit: ich bin short!
Schweizer Franken
13.722 Longkontrakte haben die Commercials auf ihrer Habenseite. Bis jetzt war der Schweizer Franken der sichere Hafen für die Insider, doch mit letzter Woche, setzen sie verstärkt wieder auf den Euro. Doch ob die Schweiz nach dem Skandal mit der UBS noch ein Wertmaßstab für „Schweizer Bankgeheimnis“ darstellt – kann ich nicht beantworten.
Fazit: die 0.8460 halten und ab Mai zeigt die Saisonalität auch wieder nach oben!
Japanische Yen
da die 1.1348 nach oben hin gehalten haben, wird nun der Widerstand bei 1.0502 getestet. Um mehr als 25% minimierten die Commercials ihre Shortposition und haben jetzt nur noch 30.195 Shortkontrakte da stehen. Was ja eigentlich ein gutes Zeichen ist, doch die großen Pessimisten in diesem Markt waren die Fonds und die Privaten. Von dieser Seite kommt nun der Verkaufsdruck.
Fazit: Wenn die 1.0502 nicht hält, dann setzen noch mehr Fonds auf diesen neuen Abwärtstrend!
FOREX
EU-JPY
Ein saisonales Hoch wurde erreicht und nun zeigen die Indikatoren wieder leicht nach unten. Luft aber nach oben wäre noch bis 122.03, doch ob die Kraft bis dahin ausreicht? Selbst der Blick auf den Monatschart zeigt nur eine schöne kurze Erholungspause an.
Fazit: bis jetzt hält die Unterstützung bei 113.53, doch der Druck wird langsam immer größer!
EU-CHF
Optimismus pur? Der so wichtige HALT an der Unterstützungslinie bei 1.4713 war erfolgreich und so konnte der Euro wieder leicht nach oben prallen.
Bis jetzt ist diese Seitwärtsbewegung in einem wunderschönen Kanal erfolgt – 1.5172 von oben und 1.4713 von unten.Vergessen wir aber nicht, dass ab Anfang März die Saisonalität nach unten zeigt und vergessen wir nicht den Blick auf den langfristigen Chart.
Hier ist der Optimismus plötzlich nicht mehr da. Der EU-JPY sah gut aus, doch EU-CHF wohl nicht so richtig.
Fazit: Der Schweizer Franken bleibt weiterhin stark und drückt in Richtung 1.4300!
Das war es wieder von den Währungsmärkten. Wir sehen uns nächste Woche wieder oder wenn die Märkte etwas ungewöhnliches zu vermelden haben.
Viel Erfolg und Spaß!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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