Währungsanalyse - FOREX - COT Daten Dollarindex, Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen - KW11/2009
Dienstag, 17. März 2009 12:24:00
Letzte Woche sah es richtig schlecht für den Euro aus, die wichtige Unterstützung wurde einfach durchbrochen, der Dollar gewann weiter an Stärke und das Vertrauen in die Politik der EU sank gegen NULL. Doch das war letzte Woche und mittlerweile sind positive Dinge passiert.
Dollarindex
Der Widerstand bei 89.42 hat gehalten – doch auch die Unterstützung bei 86.91! Die Commercials verstärkten ihre Shortposition mit weiteren 1.811 Kontrakten auf 15.155 Shortpositionen. Der Blick in den Chart zeigt aber, dass dies noch keine großen Positionen sind. Für einen erfolgreichen Durchbruch benötigen wir die Fonds und diese halten sich aktuell noch bedeckt.
Fazit: Nach oben fehlt zur Zeit die Kraft!
Euro
Ja des einen Leid ist des anderen Freud! Ein altes Sprichwort und es hat sich wieder einmal bestätigt. Dollar schwächelt und der Euro konnte dies mit leichten Kursgewinnen ausnutzen.
Doch die Verkäufer der Woche waren die Commercials und die Fonds haben gerade mal ihre Shortposition um die Hälfte minimiert. Was also kein großes Event darstellt. Für das Währungspaar EU-CHF hat dies aber gereicht! Wir sehen uns das nach her genauer an!
Fazit: Immer noch eine Shortposition!
Schweizer Franken
Die Fonds sind short und die Insider minimieren ihre Longposition – kein Wunder also, dass der Schweizer Franken nach unten geht. Als Ziel stehen die 0.8235 auf der Liste, gut möglich, das diese erreicht werden!
Japanische Yen
Tokio - die Unterstützung hält und damit die Longposition! Die Commercials bauen weiter ihre Shortposition ab und unterstützen damit die Fonds, welche ja immer noch netto Long sind. Der große Gegenspieler beim Yen sind aber die Privaten und die Saisonalität. Beide wollen weiter nach unten!
Fazit: Die Insider sind wieder bullish!
FOREX
EU-CHF
Eine starke Gegenbewegung des Euro! Zwar reicht es noch nicht aus, um die obere Begrenzung zu durchbrechen, doch erst einmal wurde wieder Luft geschaffen. Was war der Grund?
Eine Zinssenkung!
„ ...Zürich (AWP) - Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat das Ziel für den Dreimonats-Libor weiter gesenkt und strebt jetzt einen Wert von 0,25% an. Gegenüber dem vorherigen Zielwert von 0,50% ist dies ein Rückgang um weitere 25 Basispunkte. Das Liborzielband passt sie dabei an auf 0,00 - 0,75% von zuvor 0,00 bis 1,00%, wie sie am Donnerstag mitteilte. Die Breite des Libor-Zielbands verringert sich damit von 100 auf 75 Basispunkte. Zuletzt lag der Libor-Wert bei 0,45333%. Im vierten Quartal 2008 hat die SNB den Libor insgesamt um 225 Basispunkte gesenkt.
Die wirtschaftliche Lage habe sich seit Dezember 2008 deutlich verschlechtert, und für die drei nächsten Jahre bestehe das Risiko einer negativen Inflation. Diese Umstände würden eine kräftige Lockerung der monetären Bedingungen erfordern. Die SNB habe deshalb beschlossen, einen erneuten Rückgang der Zinssätze herbeizuführen und eine weitere Aufwertung des Frankens gegenüber dem Euro zu verhindern. Zu diesem Zweck werde sie die Liquidität stark erhöhen, indem sie zusätzliche Repo-Geschäfte abschliesse, Schweizerfranken-Obligationen privater Schuldner erwerbe und Devisenkäufe auf dem Markt tätige..."
Schöner sieht dieser Sprung nach oben auf den Tageschart aus!
Das schöne an dieser Bewegung ist, man Zeit genug gehabt , die Positionen in diese Richtung aufzubauen und mit dem Sprung dabei zu sein. Es ist die simple Vola-Ausbruchstechnik! Fazit: Durch die Zinssenkung ist etwas Ruhe wieder eingetreten. Doch seinen Sie vorsichtig, die EZB kann sich nicht lange auf dem aktuellen Zinsniveau halten und muss dann wohl auch die Zinsen senken. Luft nach unten gibt es noch genug!
EU-JPY
Die 130.28 stehen fest als Widerstand und dieser sollte jetzt getestet werden. Der Tageschart zeigt es deutlich, es sind keine großen kräftigen Bewegungen der Candles, sondern eher kleine aber kontinuierliche Steigerungen.
Fazit: Ziel steht bei 130.20 – 131.00! Gefahr droht nur durch weitere schlechte Wirtschaftsmeldungen aus dem europäischen Raum!
Das war es wieder von der Währungen! Wie sehen uns wieder nächste Woche zu den COT Daten!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
|


