Währungsanalyse – FOREX – COT Report Dollarindex, Euro, Schweizer Franken, Japanische Yen und Australische Dollar KW 15 / 2009
Dienstag, 14. April 2009 14:13:00
Ich hoffe, Sie haben die Osterfeiertage gut überstanden. So langsam kommt Schwung in die Währungsmärkte, die Positionen werden ausgebaut und auch die Anzahl der Kontrakte und damit das Open Interest steigt wieder an. In der letzten Woche war es ja gerade im Schweizer Franken mehr als bedenklich – die Commercials waren faktisch nicht anwesend in diesem Markt. Diese Woche sehen wir uns auch den Australischen Dollar etwas genauer an, doch anfangen tun wir wie immer mit dem Dollarindex.
Dollarindex
mit 2.198 neuen Shortkontrakten verstärkten die Commercials ihre Shortposition und haben nun 7.461 Kontrakte auf der Netto – Short – Seite. Sie erhöhen also den Druck auf den Dollarindex. Erstaunlich ist, dass auch die Privaten sich ihnen anschließen. So sind nur die Fonds die Käufer in diesem Markt, sie halten 9.364 Kontrakte, doch die Dollarindex kommt nicht über die 85.925. Er prallt mehrfach daran ab. Nun wird also die andere Richtung getestet und damit die 83.31.
Fazit: Eine bestehende Longposition im Minus und eine Saisonalität die mehr seitwärts tendiert.
Euro
18.158 Shortkontrakte halten nun die Commercials im Euro und auch diese Zahl ist stark angestiegen. 4.394 Kontrakte verkauften die Insider in der letzten Woche leer und positionieren sich also auch hier auf weitere fallende Kurse. Die größten Kaufpositionen mit 14.286 Kontrakten halten die Privaten. Auch ein seltener Anblick, die Commercials haben die Privaten und nicht die Fonds als Gegenspieler. Sie kennen meine Meinung zu dieser Konstellation, der Kontraindikator sind die Positionen der Kleinspekulanten.
Doch im Chart spielt dies zur Zeit noch keine große Beachtung. Auch hier ist die Richtung auf Kurse von unter 1.3223 ausgerichtet. Da keine Unterstützung von der Saisonalität kommt – erst wieder ab August, erwarte ich ein richtungslose Woche.
Fazit: Aktive Shortposition!
Schweizer Franken
Langsam scheint wieder Leben in den Franken rein zu kommen. Die Commercials wagten sich in der letzten Woche 2.047 Kontrakte zu kaufen. Nur der Chart zeigt es sehr deutlich, es geht weiter in Richtung der Saisonalität. Die 0.8794 sind hart umworben.
Fazit: Auf Grund der Zurückhaltung aller Marktteilnehmer – kann hier ALLES passieren. Keine klare Aussage möglich.
Japanische Yen
Die Commercials sind weiter auf Kauftour und verstärkten mit 4.036 Kontrakten ihre Position auf 20.214 Kontrakte. Jetzt kaufen aber auch noch die Fonds 2.465 Kontrakte und minimieren damit ihre Shortposition. Sollte dieser Trend anhalten, dann kommen wir noch einmal mit einer Longposition in den nächsten zwei Wochen in den Markt.
Fazit: Zwar zeigt die Saisonalität nach unten, doch wenn die Fonds auf die Kaufseite wechseln, dann wird der Yen wieder in Richtung 1.1400 gehen.
Australische Dollar
Es ist verdammt lang her, das ich über den Australdollar berichtete. Doch in der letzten Woche waren die Verkäufe der Commercials mit 10.660 Kontrakten so stark, das ich nicht darum herum komme.
Der Markt hat eine lange Phase der Bodenbildung hinter sich und versucht nun in Richtung der Saisonalität nach oben zu gehen. Durch die Verkaufsaktionen der Commercials ist ein Shortsignal vor vier Wochen ausgelöst wurden und seit dem geht es nach oben. Die treibende Kraft nach oben sind die Fonds, welche von den Privaten unterstützt werden. Aktuell kämpft der Australdollar mit einem Widerstand aus dem Dezember 2008. Danach ist der Weg bis zum Moving Average frei.
Fazit: Ein sehr interessanter Markt und eine günstige Zeit, um in einen neuen Aufwärtstrend einsteigen zu können. Auch wenn mein System short ist. Die Positionen der Commercials waren über Monate in einem Extrembereich, der Markt sollte nach oben drehen. Dies tut er jetzt und die Commercials passen sich dem jetzt an.
FOREX
EU-CHF
Viel ist nicht passiert, der Schweizer Franken wird leicht stärker und drückt in Richtung der. 1.5066. Wichtig ist, das Halten des Moving Average, sonst sehen wir schnell wieder Kurse um die 1.4830 herum. Von der Saisonalität geht es bis Ende Mitte Mai leicht nach oben, danach ist wieder ein schwächerer Euro angesagt.
EU-JPY
In der letzten Woche waren die 135.75 unüberwindlich für den Euro zum Yen. Nach unten standen die 130.39 und die wichtige Unterstützung bei 129.69.
Beide haben gehalten. Auch wenn der Druck durch die Saisonalität nicht abgenommen hat, der Euro konnte sich aktuell zum Japanischen Yen durchsetzen. Dies sehen wir auch im folgenden Chart sehr gut. Was noch positiv hinzu kommt, der Indikator PercentR dreht wieder nach oben.
Fazit: der Kampf um die 135.75 hat begonnen!
Das war es wieder von den Währungsmärkten und den COT Report. Wir sehen uns in der nächsten Woche wieder.
Viel Glück und Erfolg!
Mike C. Kock
www.Mike-Kock.de
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