Währungsmärkte - FOREX

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Dienstag, 23. Juni 2009 12:29:00

Markt Fakten & Markt Gerüchte

  • Die konjunkturellen Hoffnungszeichen in Deutschland sind wieder da und auch die etwas besseren Stimmungsindikatoren gehen mit den realen Konjunkturdaten wieder nach oben. Doch es ist noch zu Früh, um von einer Wende zu sprechen. Die Probleme sind klar erkannt und werden versucht sie aufzulösen, doch dafür braucht es noch mehr Zeit und nicht alle Firmen sind schon auf dem sicheren Ufer!
  • Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen. Der Arbeitsmarkt ist ein Spätindikator für die Konjunkturentwicklung. Kommt es zu großen Produktionseinbrüchen – wie aktuell überall – dann werden die überschüssigen Arbeitsplätze abgebaut. Kurzarbeit ist die eine Methode – doch diese schafft nur für einen kurzen Zeitraum mehr Luft. Aktuell sprechen sieben und zehn Firmen über die Möglichkeit der Kurzarbeit und des Stellenabbaus! Selbst in der Schweiz planen 40 Prozent aller Firmen Entlassungen.
  • Deutschland kann sich zwar aktuell noch über einen starken Konsum erfreuen, doch die steigende Arbeitslosigkeit wird die Entwicklung des privaten Konsums in Deutschland sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr weiter belasten. In Amerika ist die Konsumflaute schon eine bittere Realität!
  • Fehlende Konjunkturausblicke lassen aktuell die Märkte in sich einbrechen!
  • In den USA sind drei weitere Banken zusammengebrochen. Damit steigt die Zahl der bankrotten Banken in diesem Jahr auf 40! Folgende Banken reihen sich nun ein: die Cooperative Bank in North Carolina, die Southern Community Bank in Georgia und die First Nation Bank in Kansas. Die Pleite der drei Banken kostet den Sicherungsfonds voraussichtlich rund 260 Millionen Euro.
  • Auf der anderen Seite wollen zehn US Banken ihre Unterstützungskredite zurückzahlen. So erstattete JPMorgan Chase die von der US-Regierung erhaltenen 25 Milliarden Dollar auf einen Schlag zurück. Morgan Stanley und Goldman Sachs überwiesen jeweils zehn Milliarden Dollar an das Finanzministerium, American Express 3,4 Milliarden Dollar. Insgesamt flossen so von den Banken über 68 Milliarden Dollar an das US-Finanzministerium zurück.
  • Das die Notenbanken ihre Staatsanleihen mit selber gedruckten Geld zurückkaufen wollen – ist allgemein ja schon bekannt. Doch nun hat sich Deutschland dazu gemeldet

Die Dinge, die andere Notenbanken jetzt machen, müssen wieder zurückgefahren werden. Wir müssen gemeinsam wieder zu einer unabhängigen Notenbankpolitik und zu einer Politik der Vernunft zurückkehren. Ansonsten werden wir in zehn Jahren wieder an genau diesem Punkt stehen."

Angela Merkel

Das können wir eigentlich so stehen lassen und Gold einkaufen gehen!

FOREX – Analysen

Vorher aber noch einen kleinen Blick auf den Dollarindex und den Euro!

DollarIndex

Die Commercials sind bullig und somit auch klar in einer netto Longposition. Leider sind die reinen Nettozahlen eher entmutigend und so ist der Dollarindex mehr ein Spiel mit dem Wind.

Anders sieht es dagegen schon beim Euro aus. Hier ist die Teilnahme bedeutend höher!

Euro

Die Fonds und die Privaten sind die Bullen, doch so richtig kommt der Euro nicht nach oben. Aktuell testet er sogar die 1.3700.

Bis Oktober dürfte hier auch kein klarer Trend zu erkennen sein. Der Sommer steht vor der Tür – wenn auch mit Regen und erst danach kann der Markt einschätzen, in welche Richtung die Konjunktur laufen wird.

FOREX

EUR/GBP

Das britische Pfund konnte wieder leicht an Stärke gewinnen, doch aktuell dürfte erst einmal der Boden gefunden sein. Die 0.8378 stellen eine starke Unterstützungszone dar und nach oben ist Platz bis 0,8600.

EUR/NZD

Ein sehr interessanter Chart! Das saisonale Tief wurde erreicht und nun könnte es wieder nach oben gehen. Dafür ist aber der Widerstand bei 2.2384 zu überwinden. Luft nach unten sehe ich bis 2.1200. Doch bis August ist dies ein sehr interessanter Bullenmarkt von der Saisonalität her!

EUR/JPY

Die 131.50 sollten als Unterstützung halten. Diese Woche kann das Währungspaar bis 137.25 steigen. Höhere Kurse nur bei besseren wirtschaftlichen Daten!

Bis August ist die Saisonalität noch oben gerichtet!

EUR/PLN

Auch hier ist eine sehr schöne saisonale Trendrichtung zu erkennen. Da sich bis jetzt das Währungspaar fast exakt an die Saisonalität gehalten hat, rechne ich für die nächsten Wochen, mit fallenden Notierungen.

Nach oben ist der Widerstand bei 4.6020 sehr fest und der langfristige Trend zeigt auch in Richtung Süden. Für diese Woche kommt es vielleicht noch einmal zu einem Testen des Widerstands. Doch ab Freitag geht es dann weiter abwärts.

EUR/USD

Eine Dreiecks-Formation zeigt eigentlich die Trendrichtung für diese Woche an. Die 1.3730 wollen getestet werden! Bricht der Euro da durch, dann ist das erste Halt bei 1.3620. Spätestens hier rechne ich mit einer Gegenbewegung in den Bereich der 1.3730.

Der Markt ist bearish und so richtig möchte es keiner wahr haben. Die Positionen der Privaten im Future sind stark bullish!

USD/CAD

Der US Dollar will nach oben! Ob er nun sofort die 1.8118 erreicht wage ich zu bezweifeln. Der Kurs befindet sich weit von seinem Mittelwert entfernt, dies kann folgendes bedeuten:

Erstens – der Ausbruch ist erfolgreich und die Saisonalität setzt früher ein oder aber, wir haben für die Woche schwächere Kurse und gehen erst in der nächsten Woche wieder weiter nach oben! Egal was passiert – der Markt ist bis August leicht bullish!

USD/CHF

Was gerade noch bullish war, ist hier bearish. Der Schweizer Franken kämpft weiter in Richtung der Parität. Nach unten könnte es bis 1.0600 gehen und der Widerstand bei 1.0986 sollte den US Dollar vor zu großen Sprüngen bremsen.

Wichtig!

Es geht gibt das Gerücht, dass die FED die Zinsen um mindesten 25 Basispunkte anheben will. Die 2jährigen US Zinsfutures reagierten darauf schon. Beachten Sie für den Handel beachten Sie unbedingt die Korrelation der Währungspaare zueinander. Die folgende Tabelle zeigt die Monatskorrelation an.

Viel Erfolg beim Handel!

Mike C. Kock

www.Mike-Kock.de

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen