Wie wird der Donnerstag - Forex, Gold, DAX, S&P

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Mittwoch, 28. April 2010 21:50:00

Nach den Ereignissen vom Dienstag waren natürlich die Ängste groß, dass die Abwärtsbewegung nach unten weiter geht. Doch dies traf erst einmal nicht ein. Was aber nun kein Zeichen für eine Trendwende ist. Davon sind die Märkte noch sehr weit entfernt!

Heute kam noch der Fakt der Herabstufung von Spanien auf "AA" dazu. Die Arbeitslosigkeit in Spanien liegt bei über 20 Prozent, dies ist ein Mitglied der EU! Die Staatsverschuldung. Spanien hat ein größeres Haushaltsdefizit als das bankrotte Portugal, muss inzwischen im Staatshaushalt mehr für Arbeitslose ausgeben als für Renten. Jeder zweite Jugendliche ist in Spanien arbeitslos. Muss ich noch mehr dazu sagen?

Der Reigen schließt sich langsam - Griechenland, Portugal, Spanien, Irland aber auch Großbritannien stehen aktuell unter Druck. Mittlerweile stellt sich langsam die Frage, wer überhaupt noch das Risiko eingehen möchte, diesen Ländern Geld zu leihen. Griechenlands Anleihen werden jetzt als Schrottanleihen bezeichnet. Dies bedeutet, das die Ratingagentur S&P damit rechnet, das nur knapp 50 Prozent der Schulden zurückbezahlt werden können. Mit der Bewertung von "BB+" hat aber auch die EZB Probleme, den Griechen Geld zu leihen, denn dies verstößt gegen die eigenen Regeln. Es wird interessant, wie dieses Problem gelöst werden soll.

So waren die am Mittwoch heraus gebrachten News keine Neuigkeiten mehr, die etwas positives bewegen konnten.

Alle wichtigen Daten lagen im erwarteten Bereich. Das ist aktuell zu wenig. Am Donnerstag sieht es wie folgt aus:

Wichtig für den Euro, die Arbeitslosenzahlen aus Deutschland. Warum ist allen klar - einer muss ja alles bezahlen und aktuell ist dies halt mit dem größten Anteil Deutschland. Portugal und Spanien können keine Schulden für andere (Griechenland) tilgen, sie stehen selber mit dem Rücken an der Wand und benötigen bald Gelder aus dem Topf der EU. Doch woher nehmen?

Kommen wir zu den Märkten.

EUR/USD

Da konnte der Euro doch mal ganz kurz seinen Kopf nach oben strecken - 1,3265, um sofort wieder verprügelt zu werden. Aktuell ist jeder hohe Kurs eine Chance für einen neuen Shorteinstieg! Das Tief lag heute bei 1,3113 - ob dies morgen halten wird, wage ich zu bezweifeln. Es wird weiter nach unten gehen.

Das Upgrading der Spanier brachte aber auch die Aktienmärkte unter Druck und zeigt, wie eng die Märkte miteinander verflochten sind.

S&P500

Von seinem Tagestief bei 1.180 konnte der S&P sich wieder lösen. Doch die 1.195 kennzeichen die wichtige 1.200er Marke für den S&P500. Oft drehen die Märkte am Mittwoch nach großen Verlusten wieder nach unten, vielleicht gelingt es auch dem S&P diese Wende oder besser, sich loszulösen vom Euro!

DAX

Das Gute im DAX - die 6.000 ter haben gehalten - das Schlechte - die 6.163 auch. Nach wie vor ein klarer Abwärtstrend und hier ist die Verküpfung mit dem Euro einfach eine logische Realität.

Kommen wir zu dem letzten Markt - das Gold!

Gold

Es macht einfach nur große Freude. Der langfristige Trend stimmt und auch das Umfeld bewegt immer mehr, in Gold zu investieren. Kurzfristig ist aber das Gold wieder an einem Widerstand gescheitert.

Der Deckel liegt bei 1.174 USD und hier bedarf es viel Schwung um da durch zubrechen. Spanien hat am Mittwoch noch nicht ausgereicht, sehen wir, was uns der heutige Tag uns bringt.

Einen Einstieg - wer diesen noch nicht hat - sollte bei tieferen Kursen erfolgen. Kursrücksetzer eignen sich dafür gut. Auch eine gute Anlage ist das Silber - es hingt aktuell dem Gold etwas hinterher, doch holt diesen Rückstand in der Regel sehr schnell wieder auf.

Ich wünsche Ihnen für den Donnerstag viel Erfolg - schöne Grüße aus Costa Rica!

Mike C. Kock

für FXCM Research

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Mike C. Kock ist als Experte bei brainGuide aufgenommen